Nach sieben Erhöhungen in Folge zieht Strategy bei seinem Vorzugspapier STRC erstmals die Bremse. Während die Stammaktie tief im Minus notiert und das Bitcoin-Portfolio Milliardenverluste ausweist, signalisiert der Rendite-Stopp keine Schwäche, sondern ein funktionierendes System. Der Schritt offenbart, wie das Unternehmen seine Kapitalbeschaffung in einem schwierigen Marktumfeld steuert.
Für April 2026 friert das Unternehmen die annualisierte Dividende der STRC-Papiere bei 11,5 Prozent ein. Seit der Auflegung im Juli 2025 mit anfänglich neun Prozent hatte Strategy die Ausschüttung Monat für Monat angehoben. Der aktuelle Stopp ist eine direkte Reaktion auf die Kursentwicklung des Papiers. Da der volumengewichtete Durchschnittspreis zuletzt bei 99,95 US-Dollar und damit extrem nah am Nennwert von 100 US-Dollar lag, entfällt die Notwendigkeit, Käufer mit noch höheren Renditen anzulocken.
Konkurrenz um frisches Kapital
Ein Kurs nahe dem Nennwert ist für Strategy essenziell, um über das sogenannte ATM-Programm (At-the-Market) kontinuierlich neue Aktien auszugeben und frisches Kapital einzusammeln. Genau in diesem Bereich wächst allerdings der Druck. Der Rivale Strive hat mit seinem eigenen Vorzugspapier SATA diese Woche ebenfalls die 100-Dollar-Marke erreicht. Mit einer Dividendenrendite von 12,7 Prozent bietet SATA aktuell einen spürbaren Aufschlag gegenüber STRC und buhlt um dieselben institutionellen Gelder.
Stammaktie und Bitcoin unter Druck
Abseits der Vorzugspapiere zeigt sich ein deutlich angespannteres Bild. Die reguläre Strategy-Aktie notiert nach dem starken Abverkauf aktuell über 73 Prozent unter ihrem Jahreshoch von 2025. Parallel dazu belasten die schwachen Kryptomärkte die Bilanz. Das Unternehmen hält derzeit rund 762.000 Bitcoin. Da der durchschnittliche Kaufpreis bei über 75.000 US-Dollar lag, verbucht Strategy auf dieser Position momentan einen nicht realisierten Verlust von 6,42 Milliarden US-Dollar.
Analysten von NYDIG sehen die eigentliche Gefahr für das Geschäftsmodell nicht in einer Streichung der Dividende. Die Bar- und Bitcoin-Reserven würden ausreichen, um die Ausschüttungen für rund 50 Jahre zu decken. Ein Risiko bestünde vielmehr darin, dass ein scharfer Bitcoin-Einbruch das Vertrauen in die Bilanz schwächt, STRC unter den Nennwert drückt und so die Ausgabe neuer Papiere blockiert. Trotz dieser Gemengelage bleiben 14 Marktbeobachter im Schnitt bei einer „Strong Buy“-Empfehlung mit einem Kursziel von 349,15 US-Dollar. Die nächste Bestandsaufnahme für die von CEO Phong Le geplante Neuausrichtung der Kapitalstruktur liefert Strategy am 4. Mai 2026 mit der Veröffentlichung der Quartalsergebnisse.
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