Strategy Aktie: Retailanleger wählen anders

Die Vorzugsaktie STRC von Strategy hat ihren Nennwert zurückerlangt, was neue Bitcoin-Käufe ermöglicht. Privatanleger bevorzugen sie aufgrund planbarer Dividenden deutlich vor der volatilen Stammaktie.

Strategy Aktie
Kurz & knapp:
  • Vorzugsaktie STRC notiert wieder über Nennwert
  • Retailanteil bei STRC liegt bei rund 80 Prozent
  • Jährliche Dividende von 11,5 Prozent monatlich ausgezahlt
  • Stammaktie verliert weiter an Wert

Während die Strategy-Stammaktie seit sechs Monaten unter Druck steht, vollzieht sich im Hintergrund eine bemerkenswerte Verschiebung: Retailanleger greifen zunehmend zur Vorzugsaktie STRC — und das Instrument hat gerade eine Schwelle zurückerobert, die weiteres Bitcoin-Kaufpotenzial eröffnet.

STRC zurück auf Kurs

STRC, die unbefristete Vorzugsaktie von Strategy, hat während der Handelssitzung am Donnerstag ihren Nennwert von 100 US-Dollar zurückgewonnen. Das geschah neun Handelstage nach dem Ex-Dividenden-Datum am 13. März — etwas schneller als der historische Durchschnitt von rund zehn Handelstagen.

Der Grund, warum das relevant ist: Solange STRC unter Nennwert notiert, kann Strategy das At-the-Market-Programm nicht effektiv nutzen, um neue Anteile zu platzieren und damit frisches Kapital für Bitcoin-Käufe einzusammeln. Die Rückkehr auf 100 Dollar öffnet dieses Fenster erneut. Allein im März hat Strategy über STRC bereits mehr als 1,5 Milliarden Dollar eingeworben.

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Warum Retailanleger STRC bevorzugen

CEO Phong Le erklärte am Donnerstag, dass Retailanleger derzeit rund 80 Prozent der STRC-Inhaber ausmachen — obwohl sie bei der Stammaktie nur etwa 40 Prozent halten. Bei einer Marktkapitalisierung von fünf Milliarden Dollar entspricht das einem Retailanteil von rund vier Milliarden Dollar.

Die Logik dahinter ist nachvollziehbar. STRC zahlt eine jährliche Dividende von 11,5 Prozent, ausgezahlt monatlich, und ist so konstruiert, dass der Kurs nahe am Nennwert bleibt. Steigt der Kurs über 100 Dollar, kann Strategy die Dividende senken — fällt er darunter, wird sie erhöht. Dieses Mechanismus stabilisiert den Preis und macht das Instrument zu einem einkommensorientierten Produkt mit kalkulierbarem Risikoprofil.

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Mark Palmer, Analyst bei Benchmark-StoneX, bringt es auf den Punkt: Die Stammaktie biete theoretisch unbegrenztes Aufwärtspotenzial, sei aber im Kern ein gehebelter Bitcoin-Proxy ohne Ausschüttung — besser geeignet für risikotolerante, erfahrene Investoren. STRC hingegen liefere planbare Erträge bei geringerer Schwankungsbreite, was dem Anlageverhalten der meisten Privatanleger eher entspreche.

Stammaktie bleibt belastet

Die Stammaktie steht derweil weiter unter Druck. Seit sechs Monaten hat sie rund 56 Prozent verloren. Erschwerend kommt hinzu, dass der Bitcoin-Kurs zuletzt unter den gewichteten durchschnittlichen Einstandspreis von Strategy von rund 75.694 Dollar je Bitcoin gefallen ist — bei einem Gesamtbestand von 762.099 BTC, der für etwa 57,7 Milliarden Dollar erworben wurde. Das hat den sogenannten „Saylor Premium“, also den Aufschlag der Aktie auf den Nettoinventarwert, spürbar komprimiert.

Am 23. März kündigte Strategy an, Eigenkapital im Umfang von 44 Milliarden Dollar ausgeben zu wollen — aufgeteilt auf Stammaktien, STRC und die wandelbare Vorzugsaktie STRK. Die jährlichen Dividendenverpflichtungen übersteigen mittlerweile eine Milliarde Dollar; als Puffer hält das Unternehmen rund 2,25 Milliarden Dollar in US-Dollar-Reserven. Die nächste STRC-Dividende wird am 31. März 2026 ausgezahlt.

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