Strategy kauft unermüdlich Bitcoin. Die Art der Finanzierung sorgt nun für heftige Diskussionen. Wenige Tage vor den Quartalszahlen gerät das Modell der Vorzugsaktien unter Beschuss. Kritiker zweifeln an der Stabilität dieser Strategie.
Kritik am Finanzierungsmodell
Ökonom Peter Schiff warnt vor einer Abwärtsspirale. Er kritisiert die Ausgabe der STRC-Vorzugsaktien scharf. Diese starteten im Juli 2025 mit neun Prozent Dividendenrendite. Inzwischen liegt der Satz bei 11,5 Prozent. Schiff argumentiert, das Unternehmen könne diese variable Dividende nicht dauerhaft bedienen. Entweder müsse Strategy Bitcoin verkaufen oder stetig neue Käufer für die Papiere finden.
Das Management wehrt sich gegen die Vorwürfe. CEO Phong Le weist Vergleiche mit einem Schneeballsystem zurück. Das Unternehmen finanziere die Dividenden separat. Dafür gebe Strategy in erster Linie neue Stammaktien aus. Michael Saylor ergänzt seine Sichtweise. Er rechnet vor, dass Bitcoin jährlich nur um rund zwei Prozent steigen müsse. Das reiche zur Deckung der STRC-Verpflichtungen. Schiff lehnt diese Prämisse ab.
Stammaktien statt Vorzugsaktien
Zuletzt notierten die STRC-Papiere unter ihrem Nennwert. Das erschwert die Ausgabe weiterer Vorzugsaktien erheblich. Strategy weicht daher auf andere Wege aus. Ende April kaufte der Konzern weitere 3.273 Bitcoin. Die Gesamtzahl steigt damit auf über 818.000 Stück. Das Unternehmen bezahlte diese Tranche über den Verkauf regulärer Aktien. Die Folge: Sorgen vor einer Verwässerung.
An der Börse reagieren Investoren nervös. Die Aktie verliert heute 3,5 Prozent auf 139,32 Euro. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Minus von fast 57 Prozent auf der Anzeigetafel.
Wall Street bleibt optimistisch
Trotz der hitzigen Debatte halten Analysten an der Aktie fest. Cantor Fitzgerald hob das Kursziel kürzlich von 192 auf 212 US-Dollar an. Die Investmentbank rät weiterhin zur Übergewichtung. Auch der breite Konsens der Experten empfiehlt das Papier mehrheitlich zum Kauf.
Am 5. Mai legt Strategy die Zahlen für das erste Quartal vor. Der Bericht enthält bereits bekannte Belastungen. Das Unternehmen verbuchte nicht realisierte Verluste auf digitale Vermögenswerte in Milliardenhöhe. Dem steht ein hoher latenter Steuervorteil gegenüber.
Der Fokus der Anleger verschiebt sich. Es geht nicht mehr nur um die schiere Menge an Bitcoin in der Bilanz. Die Art der Refinanzierung rückt in den Mittelpunkt. Mit dem anstehenden Quartalsbericht liefert das Management harte Fakten. Dann liegen die genauen Kosten der Vorzugsaktien und das Ausmaß der jüngsten Aktienverwässerung schwarz auf weiß auf dem Tisch.
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