Strategy treibt seine Bitcoin-Strategie weiter voran – und erreicht mit dem 100. Kauf einen symbolischen Meilenstein. Gleichzeitig baut sich am Markt ein bemerkenswerter Gegenpol auf: Die Aktie ist laut den Daten aus dem Quelltext inzwischen die am stärksten leerverkaufte Large-Cap in den USA. Wie passt das zusammen?
100. Bitcoin-Kauf – trotz Buchverlusten
Zuletzt kaufte Strategy weitere 592 Bitcoin für rund 40 Millionen US-Dollar. Damit summieren sich die Bestände auf 717.722 Bitcoin. Der durchschnittliche Einstandspreis des Bestands liegt laut Bericht bei 76.020 US-Dollar pro Bitcoin, der Gesamtwert der Krypto-Reserve bei etwa 47 Milliarden US-Dollar.
Der Haken: Trotz dieser Größe stehen rund 8 Milliarden US-Dollar unrealisierte Verluste im Buch. Hintergrund ist eine Bilanzierungsregel, die das Unternehmen seit dem ersten Quartal 2025 anwendet: Die Bestände werden quartalsweise zum fairen Marktwert bewertet. In der Vergangenheit führte das bereits zu hohen, rein buchhalterischen Verlustausweisen – etwa im vierten Quartal 2025 nach einem Rückgang der Kryptopreise.
Warum die Short-Positionen so groß sind
Auf der anderen Seite des Trades wird aggressiv dagegengehalten. Bearish positionierte Marktteilnehmer haben Short-Positionen im Volumen von rund 6 Milliarden US-Dollar aufgebaut. Das entspricht laut FactSet- und Goldman-Sachs-Daten etwa 14% der Marktkapitalisierung (im Bericht mit 42 bis 43 Milliarden US-Dollar beziffert).
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Strategy?
Ein Teil dieser Leerverkäufe wird von Experten mit sogenannten Basis-Trade-Strategien erklärt. Dahinter steckt der Versuch, Preisunterschiede zwischen dem Bitcoin-Exposure und der Bewertung der Aktie auszunutzen. Gleichzeitig deutet der im Text genannte Chaikin Money Flow zuletzt nahe null darauf hin, dass die aktive Akkumulation durch große Investoren bei der Stammaktie zumindest vorübergehend ins Stocken geraten ist.
Institutionen kaufen – aber anders
Während Short-Seller auf die Stammaktie zielen, wächst laut Bericht parallel die institutionelle Nachfrage nach den Finanzinstrumenten des Unternehmens. Genannt werden unter anderem Anchorage Digital, Prevalon Energy und OranjeBTC, die demnach die unbefristete Vorzugsaktie („perpetual preferred stock“) in ihre Unternehmensreserven aufnehmen. Zudem hätten Jane Street und Südkoreas National Pension Service ihre Gesamtexponierung gehalten oder ausgebaut.
Am Markt bleibt das Bild dennoch nervös. In den bereitgestellten Kursdaten zeigt sich der Druck deutlich: Auf 30 Tage liegt die Aktie mit -17,35% im Minus, auf 12 Monate mit -52,60%.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Strategy?
Was die Kennzahlen zeigen
Operativ zeichnet der Quelltext ein gemischtes Bild. Strategy weist eine hohe Bruttomarge von 68,69% aus und wirkt auf der Liquiditätsseite solide (Current und Quick Ratio jeweils 5,62). Die Verschuldung erscheint mit einem Debt-to-Equity von 0,16 eher konservativ.
Gleichzeitig werden die Belastungen sichtbar: Der Umsatz wird mit 477,23 Millionen US-Dollar angegeben, während die Margen stark unter Druck stehen – mit einer operativen Marge von -8,57% und einer extrem negativen Nettomarge von -806,35%, die im Bericht im Zusammenhang mit den Anpassungen der Unternehmensstrategie eingeordnet wird.
Unterm Strich bleibt Strategy damit ein Wert, bei dem die Bitcoin-Entwicklung und die Marktstruktur (Short-Positionen vs. institutionelle Nachfrage nach Vorzugsaktien) derzeit mindestens so wichtig sind wie das klassische Tagesgeschäft.
Strategy-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Strategy-Analyse vom 1. März liefert die Antwort:
Die neusten Strategy-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Strategy-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 1. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Strategy: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


