Der weltgrößte börsennotierte Bitcoin-Halter baut seine Reserven aggressiv aus. Flankiert von einer neuen Kaufempfehlung durch Texas Capital Securities sicherte sich Strategy in nur einer Woche Krypto-Werte für über 1,5 Milliarden US-Dollar. Die Finanzierung dieser Zukäufe offenbart allerdings eine riskante Verschiebung in der Kapitalstruktur des Unternehmens.
Analystenlob und Rekordkäufe
Texas Capital Securities sieht bei dem digitalen Vermögensverwalter aktuell einen attraktiven Einstiegszeitpunkt. Die Analysten vergaben ein „Buy“-Rating mit einem Kursziel von 200 US-Dollar und lobten die langfristige Ausrichtung, den Bitcoin-Bestand pro Aktie kontinuierlich zu steigern. Fast zeitgleich untermauerte das Unternehmen diese Einschätzung mit Taten. Mit dem Erwerb von 22.337 weiteren Bitcoin für durchschnittlich 70.194 US-Dollar pro Coin verzeichnete Strategy die größte wöchentliche Akkumulation des Jahres 2026. Damit kontrolliert die Firma nun über 3,4 Prozent der maximalen Bitcoin-Umlaufmenge.
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Vorzugsaktien als teures Werkzeug
Interessanter als die reine Kaufsumme ist die Art der Geldbeschaffung. Erstmals nutzte Strategy primär seine Vorzugsaktien (STRC) zur Finanzierung und nahm darüber 1,18 Milliarden US-Dollar ein. Reguläre Aktienverkäufe brachten im gleichen Zeitraum lediglich 396 Millionen US-Dollar ein. Da die Stammaktie stark an Wert verloren hat, vermeidet das Management durch diesen Schritt eine weitere Verwässerung für bestehende Aktionäre.
Diese Strategie hat einen hohen Preis. Die Vorzugsaktien sind mit einer Dividende von 11,5 Prozent ausgestattet, was zu einer jährlichen Zinslast von über einer Milliarde US-Dollar führt. Kritiker warnen bereits vor einem negativen Überhang, sollte der Kryptomarkt in eine längere Schwächephase eintreten, da Bitcoin selbst keine laufenden Erträge abwirft. Erste Warnsignale senden die Vorzugsaktien bereits, da sie zuletzt unter ihrem Ausgabewert von 100 US-Dollar gehandelt wurden.
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Rote Zahlen trotz Expansion
Die Skepsis des Marktes spiegelt sich in der jüngsten Kursentwicklung wider. Auf Sicht von zwölf Monaten verlor das Papier knapp 58 Prozent an Wert und ging am Freitag bei 117,30 Euro aus dem Handel. Trotz der massiven Zukäufe sitzt das Unternehmen bei Gesamtinvestitionen von 57,6 Milliarden US-Dollar aktuell auf nicht realisierten Verlusten von rund 3,35 Milliarden US-Dollar. Die Barreserven von 2,25 Milliarden US-Dollar dienen vorerst als Puffer für die hohen Dividendenverpflichtungen.
Das erklärte Ziel des Managements bleibt das Erreichen von einer Million Bitcoin bis Ende 2026. Die erste Bewährungsprobe für diese kapitalintensive Finanzierungsstrategie liefert der kommende Quartalsbericht am 4. Mai 2026. An diesem Stichtag präsentieren die Verantwortlichen die neuen Kennzahlen zur Entwicklung des Bitcoin-Bestands pro verwässerter Aktie.
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