Der weltgrößte börsennotierte Bitcoin-Halter kauft weiter ein. Obwohl der jüngste Preisverfall der Kryptowährung tiefe Spuren in der Bilanz hinterlässt, hat Strategy Inc. erneut hunderte Millionen Dollar investiert. Kann das hebelbasierte Geschäftsmodell auch in anhaltenden Schwächephasen des Kryptomarktes bestehen?
Neue Käufe und struktureller Hebel
Zwischen Ende Februar und Anfang März sicherte sich das Unternehmen weitere 3.015 Bitcoins für rund 204 Millionen US-Dollar. Finanziert wurde diese Tranche primär durch den fortlaufenden Verkauf neuer Aktien. Damit summiert sich der Gesamtbestand der Firma mittlerweile auf über 720.000 Coins. Das entscheidende Merkmal dieser Strategie ist die enorme Hebelwirkung. Strategy nutzt Wandelanleihen und Vorzugsaktien in Milliardenhöhe, um das Krypto-Engagement weit über das eigene Eigenkapital hinaus zu vergrößern.
Diese Struktur verstärkt naturgemäß die Marktbewegungen in beide Richtungen. Der Krypto-Markt hat seit den Höchstständen im späten Herbst 2025 deutlich korrigiert. Aufgrund neuer US-Rechnungslegungsvorschriften (FASB) schlagen diese Schwankungen nun direkt auf die Gewinn- und Verlustrechnung durch. In der Konsequenz wies Strategy für das vierte Quartal 2025 einen Nettoverlust von 12,4 Milliarden US-Dollar aus. Auch wenn es sich hierbei um rein buchhalterische, nicht realisierte Verluste handelt, belasten diese Zahlen das Sentiment der Investoren spürbar.
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Dieser Druck spiegelt sich deutlich im Aktienkurs wider. Notierte das Papier im vergangenen Sommer noch bei einem 52-Wochen-Hoch von knapp 392 Euro, bewegt sich der Kurs aktuell im Bereich von 114 Euro und verbucht damit allein seit Jahresbeginn ein Minus von rund 15 Prozent.
Hohe Zinsen zur Kapitalbeschaffung
Um die aggressive Expansionsstrategie aufrechtzuerhalten, benötigt das Unternehmen kontinuierlich frisches Kapital. Um dieses für Investoren attraktiv zu halten, hat das Management die Dividendenrate für seine speziellen Vorzugsaktien ab März auf 11,5 Prozent pro Jahr angehoben. Dieser Schritt sichert zwar kurzfristig die Finanzierung weiterer Bitcoin-Käufe, erhöht jedoch gleichzeitig die festen finanziellen Verpflichtungen des Unternehmens in einer ohnehin volatilen Marktphase.
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Um das Risiko einer Liquiditätskrise abzufedern, hat Strategy eine Barreserve von 2,25 Milliarden US-Dollar aufgebaut. Dieser Puffer ist darauf ausgelegt, die laufenden Dividendenverpflichtungen für mehr als zweieinhalb Jahre zu decken, ohne dass das Unternehmen gezwungen wäre, auch nur einen einzigen Bitcoin zu veräußern. Zudem sorgt das ursprüngliche Softwaregeschäft für eine gewisse Stabilität. Die Sparte für Datenanalyse lieferte im letzten Quartal einen soliden Umsatz von knapp 123 Millionen US-Dollar und übertraf damit leicht die Erwartungen.
Die jüngsten Transaktionen belegen, dass das Management trotz der buchhalterischen Milliardenverluste nicht von seiner fundamentalen Überzeugung abrückt. Die Kombination aus einer stark gehebelten Bilanz und steigenden fixen Verpflichtungen bindet die künftige Unternehmensentwicklung jedoch vollständig an die Preisaktion von Bitcoin. Solange die Barreserven ausreichen, wird das Unternehmen seinen Akkumulationskurs fortsetzen und die damit einhergehende hohe Volatilität für seine Aktionäre in Kauf nehmen.
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