Jahrelang galt bei Strategy ein eisernes Gesetz: Bitcoin wird gekauft, aber niemals verkauft. Diese Ära endet nun. Executive Chairman Michael Saylor und CEO Phong Le kündigen einen radikalen Strategiewechsel an. Das Unternehmen zieht in Erwägung, Teile seiner gigantischen Krypto-Reserven abzustoßen.
Milliardenverlust zwingt zum Umdenken
Der Auslöser für diesen Kurswechsel ist die Bilanz des ersten Quartals 2026. Strategy verbuchte einen Nettoverlust von 12,54 Milliarden US-Dollar. Pro Aktie entspricht das einem Minus von 38,25 Dollar. Analysten hatten im Vorfeld mit einem deutlich geringeren Fehlbetrag gerechnet.
Verantwortlich für das Defizit sind Buchverluste auf die digitalen Vermögenswerte. Der Bitcoin-Kurs fiel im Berichtszeitraum spürbar. Das riss die Bilanz tief in die roten Zahlen. Das Software-Kerngeschäft wuchs parallel dazu um knapp zwölf Prozent auf 124,3 Millionen Dollar.
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Dividenden finanzieren den Strategiewechsel
Zukünftig will das Management aktiv in den Krypto-Bestand eingreifen. Die Folge: Saylor plant konkrete Bitcoin-Verkäufe, um eine Dividende zu zahlen. CEO Le ergänzt die neue Marschroute. Strategy wird Kryptowährungen abstoßen, wenn es Schulden senkt oder die Kennzahl der Bitcoin pro Aktie verbessert.
Der Konzern muss jährlich rund 1,5 Milliarden Dollar an Dividenden ausschütten. Die aktuellen Barreserven reichen dafür noch etwa 18 Monate. Taktische Verkäufe dienen nun als dauerhaftes Werkzeug für das Kapitalmanagement. Die Reserven sind gewaltig. Strategy besitzt aktuell 818.334 Bitcoin.
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An der Börse reagieren Investoren besonnen auf den Tabubruch. Die Strategy-Aktie notiert aktuell bei 162,98 Euro und legt damit leicht zu. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von rund 21 Prozent auf der Kurstafel. Auf Zwölf-Monats-Sicht bleibt das Papier jedoch deutlich im Minus.
Der neue Fokus des Managements
Die rein passive Anhäufung von Kryptowährungen gehört der Vergangenheit an. Das Management steuert nun eine aktive Verwaltung der Bilanz an. Als zentraler Erfolgsmesser dient dabei die sogenannte Bitcoin-Rendite. Diese lag im laufenden Jahr zuletzt bei 9,4 Prozent. Marktbeobachter achten nun genau auf das Volumen und den Zeitpunkt der ersten Verkäufe.
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