Strategy: STRC-Dividende stoppt nach sieben Erhöhungen

Strategy pausiert die monatlichen Dividendenanhebungen für STRC-Vorzugsaktien und setzt auf neue Finanzierungswege für Bitcoin-Käufe.

Strategy Aktie
Kurz & knapp:
  • Dividendenstopp für Vorzugsaktien STRC
  • Fokus auf Vorzugsaktien-Finanzierung
  • Kursplus von 33 Prozent in 30 Tagen
  • Milliardenverluste durch Bitcoin-Bestände

Starke Kursgewinne, aber ein fundamentaler Wandel im Hintergrund. Strategy ändert die Art und Weise, wie das Unternehmen seine massiven Bitcoin-Käufe finanziert. Erstmals seit dem Börsengang im Juli 2025 stoppt das Management die monatlichen Dividendenanhebungen für die Vorzugsaktie STRC.

Die annualisierte Ausschüttung verharrt im April bei 11,5 Prozent. Zuvor hatte das Unternehmen den Satz sieben Monate in Folge nach oben geschraubt. Das Instrument ist zur wichtigsten Säule der Kapitalbeschaffung aufgestiegen. Von den jüngsten 2,54 Milliarden US-Dollar für neue Bitcoin-Käufe stammten rund 86 Prozent aus dem Verkauf dieser STRC-Papiere.

Kollaps der traditionellen Finanzierung

Der Fokus auf Vorzugsaktien kommt nicht freiwillig. Das klassische Modell der Eigenkapitalfinanzierung steht unter Druck. In der Vergangenheit nutzte Strategy einen massiven Aufschlag des Aktienkurses auf den Wert der eigenen Bitcoin-Bestände, um teure neue Stammaktien auszugeben.

Dieser sogenannte mNAV-Aufschlag lag 2024 in der Spitze bei über dem 2,4-Fachen. Inzwischen ist diese Prämie systematisch eingebrochen und notiert laut Unternehmensangaben nur noch bei 1,28. Zeitweise rutschte der Wert sogar unter den inneren Wert der Krypto-Bestände. Die Ausgabe regulärer Aktien verwässert unter diesen Bedingungen den Bitcoin-Anteil je Aktie.

Kursrallye trifft auf Milliardenverluste

Trotz dieser strukturellen Hürden zeigt die Aktie kurzfristig Stärke. Auf Sicht von 30 Tagen verzeichnet das Papier ein Plus von gut 33 Prozent und schloss am Freitag bei 146,20 Euro. Damit konnte Strategy den jüngsten Anstieg des Bitcoins deutlich übertreffen.

Längerfristig sieht das Bild trüber aus. Auf Jahressicht steht weiterhin ein Minus von rund 55 Prozent auf der Anzeigetafel. Der Relative-Stärke-Index von 38 signalisiert aktuell eine eher neutrale bis leicht überverkaufte Verfassung.

Die anstehenden Quartalszahlen am 5. Mai dürften den Fokus auf die Bilanzrisiken lenken. Für das erste Quartal meldet das Unternehmen nicht realisierte Verluste auf digitale Vermögenswerte in Höhe von 14,46 Milliarden US-Dollar. Dem steht ein latenter Steuervorteil von gut zwei Milliarden US-Dollar gegenüber.

Analysten bleiben optimistisch

Die Wall Street lässt sich von den roten Zahlen in der Bilanz bislang nicht abschrecken. Cantor Fitzgerald hob das Kursziel kürzlich von 192 auf 212 US-Dollar an und bestätigt die Übergewichtung. TD Cowen geht noch einen Schritt weiter und ruft ein Ziel von 385 US-Dollar aus.

Die Experten verweisen auf die extrem hohe Nachfrage nach den STRC-Vorzugsaktien. Das Management plant langfristig Kapitalerhöhungen im Volumen von 84 Milliarden US-Dollar, um die aggressive Kaufstrategie fortzusetzen. Die dafür nötigen Rahmenverträge sind bereits aufgesetzt.

Die Stabilisierung der Dividende deutet darauf hin, dass die Kapitalkosten nun genauer gesteuert werden. Am 5. Mai müssen die Führungskräfte beweisen, dass dieses neue Finanzierungsmodell tragfähig bleibt. Investoren werden dabei besonders auf die Bitcoin-Rendite achten, die nach den jüngsten Käufen bei 9,5 Prozent lag.

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