Der Medizintechnik-Konzern hat im vierten Quartal die Erwartungen der Analysten übertroffen – und das mit deutlichem Abstand. Die Aktie reagierte prompt: Im nachbörslichen Handel legte der Titel um bis zu 3 Prozent zu.
Die konkreten Zahlen sprechen eine klare Sprache: Bei einem Gewinn je Aktie von 4,47 Dollar lagen die Ergebnisse über den prognostizierten 4,40 Dollar. Der Umsatz kletterte auf 7,17 Milliarden Dollar und übertraf damit die Analystenschätzung von 7,12 Milliarden Dollar. Im Vergleich zum Vorjahresquartal bedeutet das ein Plus von 11,4 Prozent.
Besonders bemerkenswert: Das organische Wachstum beschleunigte sich auf 11,0 Prozent, nachdem es im entsprechenden Vorjahresquartal noch bei 9,5 Prozent gelegen hatte. Die Geschäftssparte Medical Surgery and Neurotechnology legte dabei am stärksten zu – mit einem Umsatzsprung von 17,5 Prozent auf 4,6 Milliarden Dollar. Die Orthopädie-Sparte kam auf ein Plus von 2,2 Prozent und erreichte 2,6 Milliarden Dollar.
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Zweistelliges Wachstum im Gesamtjahr
Das vierte Quartal bildete den krönenden Abschluss eines starken Geschäftsjahres. Mehrere Segmente wuchsen zweistellig: Trauma & Extremitäten, Gefäßmedizin, NeuroKranial, Endoskopie und chirurgische Instrumente. Die Robotik-Plattform MAKO erreichte einen Meilenstein von 3.000 weltweit installierten Systemen. Mit der neuesten Version MAKO 4 erweitert das Unternehmen seine Kapazitäten auf komplexe primäre Hüfteingriffe und Revisionsoperationen.
CEO Kevin A. Lobo zeigte sich zufrieden: „Mit einem Jahresumsatz von über 25 Milliarden Dollar gehen wir 2026 mit erheblicher Dynamik an den Start.“ Der Auftragsbestand im Bereich medizinischer Geräte bleibt robust und stützt die weitere Expansion.
Prognose deutlich angehoben – trotz Zoll-Belastung
Doch wie sieht die Zukunft aus? Das Management hob die Gewinnprognose für das Gesamtjahr 2026 kräftig an: Statt der ursprünglich erwarteten 13,50 bis 13,60 Dollar je Aktie rechnet der Konzern nun mit 14,90 bis 15,10 Dollar. Beim Umsatzwachstum peilt man 8,0 bis 9,5 Prozent an – ein höheres Band als zu Beginn des Jahres 2025 kommuniziert.
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Allerdings drohen Gegenwind durch Handelszölle. Die Belastung soll sich 2026 auf rund 400 Millionen Dollar summieren – 200 Millionen mehr als im Vorjahr. Lobo stellte klar, dass dieser zusätzliche Effekt vor allem in der ersten Jahreshälfte spürbar wird. Das Unternehmen will die Mehrkosten durch Optimierungen in der Produktionsstruktur ausgleichen.
Analystenhäuser erhöhen Kursziele
Die positiven Zahlen kamen bei den Experten gut an. Needham schraubte sein Kursziel von 448 auf 454 Dollar nach oben und bekräftigte die Kaufempfehlung. Canaccord Genuity bestätigte ebenfalls die Kaufempfehlung mit einem Ziel von 435 Dollar. BTIG passte sein Kursziel leicht von 410 auf 412 Dollar an.
Für die kommenden drei Jahre kündigte der Konzern beim Investorentag eine Ausweitung der bereinigten operativen Marge um 150 Basispunkte an. Die Bruttomarge liegt aktuell bei soliden 65,05 Prozent. Trotz des Zolldrucks soll die Profitabilität weiter steigen – ein ambitioniertes Ziel, das die Wettbewerbsstärke unter Beweis stellen muss.
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