Die Mannheimer haben ihre Neunmonatszahlen vorgelegt – und die haben es in sich. Der Umsatz sackte um 15 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro ab. Noch dramatischer: Das operative Ergebnis brach um satte 60 Prozent auf magere 95 Millionen Euro ein. Unter dem Strich steht sogar ein Verlust von 59 Millionen Euro, während vor einem Jahr noch 23 Millionen Euro Gewinn zu Buche standen. Die Aktie reagierte prompt und verlor über drei Prozent auf 9,125 Euro.
Vier von fünf Segmenten im Sinkflug
Besonders heftig traf es das Kerngeschäft: Der Zuckerbereich verzeichnete einen Umsatzeinbruch von 30,7 Prozent auf 2,15 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis rutschte von plus 64 Millionen Euro ins Minus – auf minus 52 Millionen Euro. Auch die Sparten Spezialitäten (minus 5,8 Prozent), CropEnergies (minus 14,5 Prozent) und Stärke (minus 9,9 Prozent) mussten Federn lassen. Niedrigere Preise und rückläufige Absatzmengen setzten den Mannheimern zu. Einziger Lichtblick: Das Fruchtgeschäft legte um 2,3 Prozent auf 1,25 Milliarden Euro zu und steigerte das operative Ergebnis von 33 auf 40 Millionen Euro.
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Globaler Zuckermarkt dreht ins Überangebot
Was steckt dahinter? Der globale Zuckermarkt erlebt gerade eine fundamentale Wende. Nach einem Defizit von 1,5 Millionen Tonnen im Vorjahr wird für 2025/26 nun ein Überschuss von 3,3 Millionen Tonnen erwartet. Die Produktion steigt, während der Verbrauch nur moderat wächst. Für Südzucker kommt verschärfend hinzu: Der europäische Zuckerkonsum geht zurück, und das Mercosur-Handelsabkommen könnte zusätzlichen Wettbewerbsdruck bringen.
Management hält an Prognose fest
Trotz des schwachen Laufs bekräftigte Vorstandschef Niels Pörksen die Jahresprognose. Für das laufende Geschäftsjahr 2025/26 (bis Ende Februar) erwartet Südzucker einen Umsatzrückgang auf 8,3 bis 8,7 Milliarden Euro nach 9,7 Milliarden im Vorjahr. Das operative Ergebnis soll von 350 Millionen auf 100 bis 200 Millionen Euro einbrechen. Barclays-Analyst Alex Sloane sah die Zahlen im Rahmen der Erwartungen – das Management hatte bereits im Dezember vor einem schwierigen Zuckermarkt gewarnt.
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Keine schnelle Besserung in Sicht
Auch für das kommende Geschäftsjahr 2026/27 stellt sich Südzucker auf anhaltende Schwierigkeiten im Zuckergeschäft ein. Eine signifikante Ergebniserholung wird dort nicht erwartet. Hoffnung macht die Tochter CropEnergies, die dank höherer Ethanolprämien und geringerer Rohstoffkosten deutlich zulegen soll. Auch die Spezialitäten-Sparte soll durch steigende Absatzmengen profitieren. Insgesamt rechnet der Konzern für 2026/27 mit einem leicht rückläufigen Umsatz und einem EBITDA zwischen 480 und 680 Millionen Euro.
Die Nettofinanzverschuldung kletterte bereits auf 1,84 Milliarden Euro nach 1,71 Milliarden Euro. Die Eigenkapitalquote sank von 44,2 auf 43,0 Prozent. Der Titel notiert bei 9,32 Euro deutlich näher am 52-Wochen-Tief von 8,94 Euro als am Hoch von 12,03 Euro – in zwölf Monaten ein Minus von rund elf Prozent.
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