Süss MicroTec hat am Donnerstag für das dritte Quartal einen Umsatzrückgang um 19 % auf 97,0 Millionen Euro gemeldet. Erhebliche Lieferengpässe belasteten weiterhin das Geschäft. Die Aktie legte gestern um 2,8% zu.

Auch das Ergebnis geriet deutlich unter Druck: Das EBITDA sank im dritten Quartal um 58 % auf 7,5 Millionen Euro. Analyst Malte Schaumann von MPCM bezeichnete gestern Komponentenengpässe als Bremse für Umsatz und Marge.

Hoher Auftragsbestand trifft auf Lieferprobleme

Der Auftragseingang erreichte nach Unternehmensangaben im dritten Quartal 223,5 Millionen Euro. Zum Quartalsende lag der Auftragsbestand bei 600,6 Millionen Euro.

Für die ersten neun Monate 2026 meldete Süss MicroTec einen Umsatz von 299,8 Millionen Euro. Der Auftragseingang belief sich in diesem Zeitraum auf 633,5 Millionen Euro.

Die Bruttomarge erreichte nach Angaben des Unternehmens im Neunmonatszeitraum 37,0 %, die EBIT-Marge lag bei 6,1 %. Für das Gesamtjahr 2026 bestätigte Süss MicroTec am Donnerstag die Prognose. Sie sieht einen Umsatz von 405–425 Millionen Euro und eine EBIT-Marge von 5–7 % vor.

Analysten halten an Kaufempfehlungen fest

MPCM senkte gestern nach den Quartalszahlen das Kursziel von 105 auf 92 Euro und beließ die Einstufung auf „Buy“. Schaumanns Einschätzung verwies dabei auf die Auswirkungen der fehlenden Komponenten auf das operative Geschäft.

Berenberg bestätigte gestern nach den Zahlen ebenfalls die Einstufung „Buy“ mit einem Kursziel von 100 Euro. Analystin Amelie Dueckelmann-Dublany verwies auf die starke Nachfrage, betonte aber zugleich die anhaltenden Herausforderungen bei der operativen Umsetzung.