Süss MicroTec Aktie: Übergangsjahr mit Folgen

Süss MicroTec erwartet ein schwaches Abschlussquartal und deklariert 2026 als Übergangsjahr mit belastenden Investitionen, bevor ab 2027 die Nachfrage steigen soll.

Süss MicroTec Aktie
Kurz & knapp:
  • Kursverlust nach Prognosewarnung von ASML
  • Erwarteter Umsatzrückgang im vierten Quartal
  • 2026 als Übergangsjahr mit Margenbelastung
  • Investitionen in neues Entwicklungszentrum geplant

Freitag war kein guter Tag für Süss MicroTec-Aktionäre. Das Papier verlor knapp 9,4 Prozent und rutschte auf 51,15 Euro — unmittelbar vor der Veröffentlichung des Jahresabschlussberichts am Montag. Auslöser war eine Kombination aus Gewinnmitnahmen nach einer starken Vorperiode und einer Prognosewarnung von ASML, die den gesamten Zulieferersektor belastete.

Die technisch wichtige 50-Tage-Linie wurde dabei getestet. Das zeigt, wie angespannt die Stimmung vor den finalen Zahlen für 2025 ist.

Schwaches Abschlussquartal erwartet

Analysten rechnen für das vierte Quartal 2025 im Schnitt mit einem Umsatz von rund 106,6 Millionen Euro — gegenüber 150,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum ein deutlicher Einbruch. Auch beim Gewinn je Aktie wird ein Rückgang auf rund 0,32 Euro erwartet, nach 0,87 Euro im Vorjahr. Warburg Research hält trotzdem an der Kaufempfehlung mit Kursziel 65 Euro fest, räumt aber eine durchwachsene operative Entwicklung im Abschlussquartal ein.

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Das Unternehmen selbst hat 2026 bereits offiziell als Übergangsjahr deklariert. Anlaufkosten für neue Produktlinien und Kapazitätsaufbau — unter anderem am Standort Taiwan — werden die Marge belasten, bevor ab 2027 die steigende Nachfrage im Bereich Advanced Packaging und High Bandwidth Memory greifen soll.

Investitionen für die Zeit danach

Parallel zum Kursdruck setzt das Management auf strukturelle Weichenstellungen. Geplant sind Investitionen von bis zu 45 Millionen Euro in ein neues Entwicklungszentrum in Deutschland. Innerhalb von zwei Jahren sollen rund zehn neue Produkte auf den Markt kommen, darunter UV-Projektionsscanner der neuesten Generation und Fotomasken-Reinigungsanlagen für das mittlere Preissegment — beides mit klarem Fokus auf den asiatischen Markt.

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Für personelle Kontinuität sorgt die vorzeitige Vertragsverlängerung von CEO Burkhardt Frick und CFO Dr. Cornelia Ballwießer, die der Aufsichtsrat Anfang des Jahres beschlossen hat. Ein Signal, dass der eingeschlagene Kurs nicht zur Disposition steht.

Am Montag liefert der vollständige Geschäftsbericht die konkreten Zahlen für 2025. Neben den finalen Ergebnissen dürfte vor allem der Ausblick auf die Margenentwicklung im laufenden Jahr die Reaktion des Marktes bestimmen — ebenso wie Details zur geplanten Dividendenankündigung für Juni 2026.

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