Das Geld für die Wachstumsambitionen bis 2030 ist jetzt gesichert — zumindest auf dem Papier. Süss MicroTec hat seinen Kreditrahmen auf 115 Millionen Euro nahezu verdoppelt und damit die Finanzierungsbasis für zwei laufende Großprojekte gestärkt: ein neues Entwicklungszentrum in Deutschland und den Produktionsausbau in Taiwan. Kurzfristig kostet dieser Kurs allerdings.
Investitionsjahr 2026 drückt auf die Zahlen
Das abgelaufene Geschäftsjahr lieferte ein gespaltenes Bild. Der Umsatz kletterte um 12,6 Prozent auf 503,2 Millionen Euro — ein Rekord. Gleichzeitig brach das EBIT um fast zwölf Prozent auf 65,9 Millionen Euro ein, die Marge fiel von 16,7 auf 13,1 Prozent. Schuld waren ein ungünstiger Produktmix sowie Anlauf- und Trainingskosten für den neuen Taiwan-Standort.
Für 2026 wird es noch enger: Der Umsatz soll auf 425 bis 485 Millionen Euro sinken, die EBIT-Marge auf 8 bis 10 Prozent — Marktbeobachter hatten zuvor rund 11,6 Prozent erwartet. Haupttreiber des Margendrucks ist der geplante Anstieg der F&E-Quote von neun auf elf Prozent des Umsatzes. Zusätzlich belastet ein Auftragseingang von 354,3 Millionen Euro aus 2025, der bereits 16 Prozent unter dem Vorjahr lag.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Süss MicroTec?
Die Dividende spiegelt diese Lage wider: Statt 0,30 Euro im Vorjahr sind für 2025 nur noch 0,04 Euro je Aktie geplant — konsequent an der Free-Cashflow-Logik ausgerichtet, aber ein deutliches Signal für die Prioritäten des Unternehmens.
Analysten mehrheitlich überzeugt — mit einer Ausnahme
Zehn Kaufempfehlungen stehen einer einzigen Verkaufsempfehlung gegenüber. Die Deutsche Bank hob ihr Kursziel nach der Prognoseanpassung sogar auf 62 Euro an. Analyst Michael Kuhn bezeichnete die Erwartungskorrektur als gesund und sieht den Weg für eine deutliche Erholung ab 2027 geebnet. Jefferies und Metzler verwiesen auf stabile Auftragstrends — im vierten Quartal 2025 stabilisierte sich der Auftragseingang bei 117,5 Millionen Euro.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Süss MicroTec?
Die DZ Bank bleibt die Gegenstimme. Sie hob zwar den fairen Wert von 22 auf 33 Euro an, behält aber das Verkaufsvotum bei. Der Analyst erwartet, dass die 2030-Story im laufenden Übergangsjahr sukzessive ausgepreist wird.
Ehrgeizige Ziele für 2030
Der Vorstand hält an seinen Mittelfristzielen fest: 750 bis 900 Millionen Euro Umsatz und eine operative Marge von 20 bis 22 Prozent bis 2030. Ab 2027 soll die Profitabilität spürbar steigen, sobald die neuen Kapazitäten in Taiwan anlaufen und die zehn geplanten Produktneuheiten — mit Fokus auf KI-Chipmodule und High Bandwidth Memory — erste Umsatzbeiträge liefern. Der nächste Einblick in den Geschäftsverlauf folgt am 7. Mai 2026 mit der Quartalsmitteilung zum ersten Quartal, die Hauptversammlung findet am 3. Juni 2026 statt.
Süss MicroTec-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Süss MicroTec-Analyse vom 3. April liefert die Antwort:
Die neusten Süss MicroTec-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Süss MicroTec-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 3. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Süss MicroTec: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

