SunHydrogen stabilisiert sich nach einer harten Verkaufswelle. Am Donnerstag kletterte der Kurs um 5,41 Prozent. Zuvor markierte das Papier ein neues Jahrestief.

Die Erholung folgt auf massive Kursverluste. Seit Jahresbeginn verlor die Aktie rund 28 Prozent an Wert. Mit einem RSI von 40,3 ist die unmittelbar überverkaufte Lage zwar entschärft, ein technischer Aufwärtstrend jedoch nicht in Sicht.

Technische Korrekturen im Pilotbetrieb

Das Management konzentriert sich derzeit auf die Optimierung der grünen Wasserstofftechnologie. Im texanischen Austin testet das Unternehmen verbesserte Module auf einer Fläche von knapp zwei Quadratmetern. Ingenieure korrigierten dabei gezielt Schwachstellen früherer Testphasen.

Ein neues Reaktorgehäuse nutzt nun einen festen Neigungswinkel von 30 Grad. Das soll die Sonneneinstrahlung je nach Breitengrad maximieren. Parallel dazu behob der Partner CTF Solar aus Deutschland Probleme bei der Substratfertigung. Zuvor hatten Spannungsabfälle die Leistung der Module gemindert. Neue Schutzschichten verhindern zudem, dass Wasser in die Halbleiterschichten eindringt.

Datenvalidierung bis Jahresende

SunHydrogen sammelt nun Leistungsdaten unter Realbedingungen. Das Ziel sind verlässliche Kennzahlen zu Effizienz und Haltbarkeit der Systeme. Belastbare Ergebnisse will der Vorstand erst veröffentlichen, wenn die korrigierten Module eine ausreichende Laufzeit absolviert haben.

Das Testprogramm in Austin läuft voraussichtlich bis Ende 2026. Diese Zeit soll die Fertigungsprozesse für eine spätere industrielle Skalierung absichern. Nächste konkrete Zahlen liefert der Finanzbericht, den das Unternehmen für September 2026 angekündigt hat.