Nach einem Einbruch von knapp 29 Prozent am Freitag zeigt die SunHydrogen-Aktie erste Stabilisierungszeichen. Am Montag legte das Papier an der Stuttgarter Börse um rund 2 Prozent auf etwa 0,0204 Euro zu. Der Absturz vom 19. Juni bleibt dennoch der dominierende Eindruck der vergangenen Handelswoche.
Solide Liquidität, steigende Forschungsausgaben
Das Unternehmen verfügt aktuell über eine Nettocashposition von rund 32,9 Millionen US-Dollar. Davon entfallen 13,1 Millionen auf liquide Mittel, weitere 19,8 Millionen stecken in kurzfristigen Investments. Das Betriebskapital liegt bei etwa 33 Millionen US-Dollar.
Die Forschungsausgaben steigen. Für die neun Monate bis Ende März 2026 meldete SunHydrogen F&E-Kosten von 3,11 Millionen US-Dollar — nach 2,37 Millionen im Vorjahreszeitraum. Das Unternehmen trägt keine Schulden.
Pilotprojekt in Austin verlängert
SunHydrogen hat die Laufzeit seines Pilotprojekts am Hydrogen ProtoHub der University of Texas in Austin um sechs Monate verlängert. Das Projekt läuft nun bis Ende 2026. Ziel ist es, mehr Daten zur Langlebigkeit und Zuverlässigkeit der Technologie unter realen Bedingungen zu sammeln. Außerdem will das Management Fertigungsprozesse verfeinern und aktuelle Designverbesserungen validieren — bevor der Schritt in kommerzielle Anwendungen folgt.
Weniger Leerverkäufer, aber fragile Stimmung
Das Short Interest sank zuletzt um 1,82 Prozent. Die Kennzahl „Days to Cover“ liegt bei rund 0,9 — ein Hinweis darauf, dass Leerverkäufer ihre Wetten gegen die Aktie leicht reduziert haben. Kein Wunder, dass der Kurs dennoch unter Druck bleibt: Der breitere Wasserstoffsektor reagierte Mitte Juni auf regulatorische Entscheidungen der US-Energieregulierungsbehörde FERC.
Die Marktkapitalisierung beträgt aktuell rund 118 Millionen Euro. Bei einem Nettocash je Aktie von etwa 0,01 US-Dollar spiegelt die Bewertung vor allem die Erwartungen an eine spätere Kommerzialisierung wider. Ob die verlängerte Pilotphase in Austin dafür die nötigen Belege liefert, entscheidet sich bis Jahresende.
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