SunPower sorgt für neue Fragezeichen bei den Investoren. Der Solarkonzern hat die regulatorische Frist für seinen Jahresbericht 2025 verpasst und lässt den Markt vorerst auf die finalen Details warten. Während die Buchhaltung auf Hochtouren arbeitet, deuten erste vorläufige Zahlen jedoch auf eine signifikante operative Trendwende hin.

Umsatzsprung trotz Verzögerung

Die internen Schätzungen zeigen eine deutliche Dynamik im Geschäftsbereich. Der Umsatz für das Geschäftsjahr 2025 erreichte rund 306,5 Millionen USD, was fast einer Verdreifachung gegenüber dem Vorjahr entspricht. Auch auf der Ergebnisseite gibt es Anzeichen für eine Stabilisierung: Der Nettoverlust verringerte sich nach vorläufigen Angaben von 54,4 Millionen USD auf etwa 35,1 Millionen USD.

Trotz der verspäteten Bilanzvorlage reagierten die Anleger am Freitag zunächst positiv auf diese Eckdaten und ließen den Kurs um 3,57 % steigen. Marktbeobachter werten die Verzögerung als Resultat der komplexen Umstrukturierungen, die das Unternehmen derzeit durchläuft.

Sicherung der Liquidität

Um den Betrieb in einem volatilen Sektorumfeld abzusichern, hat SunPower zuletzt seine Kapitalbasis umgebaut. Dazu gehörten die Übernahme von Cobalt Power Systems sowie neue Finanzierungsvereinbarungen mit White Lion Capital und YA II PN. Ein Vertrauensbeweis kam zudem von der Führungsspitze: Ein mit dem CEO verbundener Trust zeichnete eine Wandelanleihe über 3,3 Millionen USD, um den finanziellen Spielraum zu erweitern.

Die Marktteilnehmer warten nun auf die Bekanntgabe eines offiziellen Termins für den nachgereichten 10-K-Bericht. Technisch gesehen spiegelt der Relative-Stärke-Index (RSI) von 11,9 die massive Skepsis der letzten Wochen wider – der Titel gilt damit als extrem überverkauft.