Super Micro Aktie: Explosiver Gewinnsprung!

Super Micro Computer übertrifft mit starkem KI-Geschäft alle Quartalserwartungen und hebt Jahresprognose auf mindestens 40 Milliarden US-Dollar an.

Super Micro Computer Aktie
Kurz & knapp:
  • Umsatz und Gewinn deutlich über Analystenschätzungen
  • Jahresprognose auf 40 Milliarden Dollar angehoben
  • Bruttomarge sinkt durch Kostensteigerungen
  • Neue DCBBS-Lösung als Wachstumstreiber

Die Super Micro Computer Aktie legte im nachbörslichen Handel am Dienstag um 7,3 Prozent zu und kletterte auf 31,73 US-Dollar. Der Serverhersteller hatte zuvor Quartalszahlen präsentiert, die sämtliche Erwartungen pulverisierten. Getrieben vom anhaltenden KI-Boom meldet das Unternehmen für das zweite Geschäftsquartal bis zum 31. Dezember 2025 einen Gewinn je Aktie von 0,69 US-Dollar – stolze 40,8 Prozent über den Analystenschätzungen von 0,49 US-Dollar.

Noch beeindruckender fiel der Umsatzsprung aus: Mit 12,7 Milliarden US-Dollar übertraf Super Micro die Konsenserwartung von 10,42 Milliarden US-Dollar deutlich. Das entspricht einem atemberaubenden Wachstum von 123,4 Prozent im Jahresvergleich gegenüber 5,7 Milliarden US-Dollar im Vorjahresquartal. Der rasante Ausbau der KI-Infrastruktur weltweit beschert dem Unternehmen Rekordaufträge.

Nachholeffekt treibt Zahlen

Besonders bemerkenswert: Rund 1,5 Milliarden US-Dollar des Quartalsumsatzes stammen aus Aufträgen, die eigentlich bereits im ersten Quartal hätten ausgeliefert werden sollen, sich aber aufgrund der Kundenbereitschaft verzögert hatten. Der Titel bewegte sich damit wieder deutlich von seinem 52-Wochen-Tief weg und signalisiert eine mögliche Trendwende.

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Gründer und CEO Charles Liang zeigte sich zuversichtlich: „Mit unserer führenden AI-Server- und Speichertechnologie, starken Kundenbeziehungen und einem expandierenden globalen Produktionsnetzwerk skalieren wir schnell, um große KI- und Unternehmensimplementierungen zu unterstützen.“ Die Strategie scheint aufzugehen – über 90 Prozent der Einnahmen stammen mittlerweile aus dem AI-GPU-Geschäft.

Aggressive Prognose für Gesamtjahr

Für das dritte Geschäftsquartal stellt Super Micro mindestens 12,3 Milliarden US-Dollar Umsatz in Aussicht – deutlich über der Analystenerwartung von 10,25 Milliarden US-Dollar. Beim Gewinn je Aktie peilt das Management mindestens 0,60 US-Dollar an, verglichen mit der Konsensschätzung von 0,52 US-Dollar. Die Jahresprognose wurde auf mindestens 40 Milliarden US-Dollar angehoben, nachdem Analysten zuvor nur 36,27 Milliarden US-Dollar erwartet hatten.

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Doch nicht alles glänzt. Die Bruttomarge schrumpfte auf 6,4 Prozent, verglichen mit 11,9 Prozent im Vorjahresquartal. Schuld daran sind laut Unternehmensangaben Kundenmix-Effekte, erhöhte Frachtkosten und Komponentenengpässe. Ein einzelner Großkunde steuerte im zweiten Quartal sage und schreibe 63 Prozent des Gesamtumsatzes bei – eine gefährliche Konzentrationsrate.

Neue Lösung als Gewinnbringer

Super Micro setzt zunehmend auf seine „Data Center Building Block Solution“ (DCBBS). Diese vorgefertigten, vorvalidierten Infrastrukturbausteine beschleunigen den Rechenzentrumsaufbau und senken gleichzeitig Energie- und Wasserverbrauch. In der ersten Jahreshälfte des Geschäftsjahres 2026 trugen DCBBS-Lösungen bereits vier Prozent zum Gesamtgewinn bei. Charles Liang prognostiziert: „Bis Ende des Kalenderjahres 2026 wird dieser Anteil mindestens verdoppelt.“ Die Bruttomargen bei diesen Produkten sollen deutlich über 20 Prozent liegen.

Die Cash-Position belief sich zum 31. Dezember auf 4,1 Milliarden US-Dollar, während die Gesamtverschuldung aus Bankdarlehen und Wandelanleihen bei 4,9 Milliarden US-Dollar stand. Um das rasante Wachstum zu finanzieren, sicherte sich Super Micro im Dezember eine revolvierende Kreditlinie über 2 Milliarden US-Dollar und im Januar eine weitere Kreditfazilität in Taiwan über 1,8 Milliarden US-Dollar.

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Über Felix Baarz 1693 Artikel
Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.