Rekordumsätze auf der einen Seite, eine massive juristische Front auf der anderen. Bei Super Micro Computer klaffen operatives Geschäft und rechtliche Realität derzeit weit auseinander. Eine neue Sammelklage nimmt nun die Führungsebene ins Visier und wirft dem Management vor, illegale Server-Verkäufe nach China in Milliardenhöhe verschleiert zu haben.
Der Ursprung des Kurssturzes
Der Auslöser der aktuellen Klagewelle liegt im März 2026. Damals veröffentlichte das US-Justizministerium eine Anklageschrift gegen drei Personen aus dem direkten Umfeld des Unternehmens. Darunter befand sich Mitgründer und Ex-Vorstand Yih-Shyan Liaw. Die Behörden werfen der Gruppe vor, US-Exportkontrollen systematisch umgangen zu haben.
Hochmoderne KI-Server sollen über Taiwan und Südostasien nach China geschleust worden sein. Die Börse reagierte auf diese Enthüllung drastisch. Am Tag der Bekanntgabe brach der Aktienkurs um 33,3 Prozent ein.
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Vorwürfe gegen das Management
Nun verschärft die Kanzlei Levi & Korsinsky den juristischen Druck. Die Anwälte werfen zwei hochrangigen Managern vor, die wahren Treiber des Umsatzwachstums verschwiegen zu haben. Laut der Klageschrift deklarierte die Führungsebene die Erlöse als legitime Nachfrage nach GPU-Servern. Parallel dazu soll das Unternehmen illegale Verkäufe nach China im Wert von rund 2,5 Milliarden US-Dollar verheimlicht haben.
Betroffene Aktionäre haben bis zum 25. Mai 2026 Zeit, sich als Hauptkläger zu registrieren. Super Micro Computer wehrt sich derweil gegen die Vorwürfe. Der Verwaltungsrat beauftragte eine externe Kanzlei sowie Forensik-Experten mit einer unabhängigen Untersuchung des Vorfalls. Ein konkreter Zeitplan für den Abschluss dieser Prüfung existiert noch nicht.
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Operatives Geschäft unbeeindruckt
Abseits der Gerichtssäle brummt das Geschäft des Server-Spezialisten ungebremst. Im zweiten Fiskalquartal 2026 verbuchte Super Micro einen Rekordumsatz von 12,7 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Wachstum von 123 Prozent gegenüber dem Vorjahr. KI-Plattformen steuerten den Löwenanteil zu diesem Ergebnis bei.
Für das Gesamtjahr peilt das Management nun Erlöse von mindestens 40 Milliarden US-Dollar an. Im anstehenden dritten Quartal rechnet der Vorstand mit 12,3 Milliarden US-Dollar. Trotz dieser fundamentalen Stärke bleibt die juristische Aufarbeitung der Taktgeber. Bis zum Fristablauf für die Sammelklage Ende Mai und der Vorlage der internen Untersuchungsergebnisse bildet das rechtliche Risiko den dominierenden Faktor für den weiteren Kursverlauf.
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