Super Micro Computer gerät heute im Sog des Ausverkaufs bei KI- und Rechenzentrumswerten unter Druck. Reuters zufolge überprüfen Anleger ihre Erwartungen an die Ausgaben für KI-Infrastruktur; hinzu kommt Unsicherheit über den Rechenzentrumsbau nach der Wahl. Die Aktie fällt in diesem Umfeld um 8,0%.
Sorgen um Finanzierung und Investitionen
Die Associated Press berichtet über deutliche Verluste bei Aktien mit Bezug zum Bau von KI-Rechenzentren. Als Belastungen nennt die Nachrichtenagentur Sorgen über Finanzierungskosten, eine mögliche Verlangsamung der Projekte und Zweifel an den Bewertungen von KI-Aktien.
Reuters zufolge folgte der breitere Rückzug schwachen Ergebnissen von Qualcomm. Daneben belastete die Befürchtung, ein demokratisch kontrollierter Kongress könnte KI-Investitionen bremsen. Technologieaktien verzeichneten laut Reuters ihren stärksten Rückgang seit Juni.
Gegenläufige Kursziele nach den Quartalszahlen
Bei Super Micro Computer gingen die Einschätzungen zweier Analysehäuser auseinander. Medienberichten zufolge erhöhte Raymond James gestern das Kursziel von 48 $ auf 65 $ und behielt die Kaufempfehlung bei. Mizuho Securities senkte dagegen am Dienstag das Kursziel von 43 $ auf 36 $ und bestätigte die neutrale Einstufung.
Operativ meldete Super Micro Computer laut Reuters gestern für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 einen Umsatz von 19,95 Milliarden $. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 1,81 $. Die Ergebnisnachricht ging damit dem heutigen sektorweiten Kursrückgang voraus.
Nach Unternehmensangaben vom Dienstag betrug die GAAP-Bruttomarge im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 12,7%. Zugleich flossen 434 Millionen $ aus der laufenden Geschäftstätigkeit ab. Neben Umsatz und bereinigtem Gewinn gehört damit auch ein negativer operativer Cashflow zur veröffentlichten Quartalsbilanz.
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