Nach dem massiven Kursrutsch im März versucht Super Micro Computer nun, Transparenz zu schaffen. Ein unabhängiger Ausschuss untersucht die schweren Vorwürfe rund um illegale Server-Exporte nach China. Die Einbindung hochkarätiger Prüfer sorgt an der Börse für ein erstes Aufatmen, die Dimensionen des mutmaßlichen Schmuggels wiegen allerdings schwer.
Hochkarätige Prüfer am Werk
Um die Vorwürfe aufzuarbeiten, hat der Aufsichtsrat zwei erfahrene Finanzexperten beauftragt. Scott Angel und Tally Liu leiten die interne Untersuchung und greifen dabei auf die Kanzlei Munger, Tolles & Olson sowie die Beratungsfirma AlixPartners zurück. Als erste Konsequenz wurden Mitgründer Yih-Shyan Liaw und ein Vertriebsmanager beurlaubt.
Im Zentrum der Ermittlungen steht eine Anklage des US-Justizministeriums aus dem vergangenen Monat. Demnach sollen die Beschuldigten ein Netzwerk aufgebaut haben, um US-Server über Taiwan und Südostasien nach China zu transferieren. Allein zwischen 2024 und 2025 soll es dabei um Hardware im Wert von rund 2,5 Milliarden US-Dollar gegangen sein. Super Micro selbst ist in der Anklageschrift nicht als Beschuldigter gelistet.
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Dell profitiert von der Unsicherheit
Die Ankündigung der formellen Untersuchung brachte der Aktie im nachbörslichen Handel ein leichtes Plus von über drei Prozent auf 23,43 US-Dollar ein. Marktbeobachter werten den Schritt als erstes Signal der Stabilisierung. Dennoch bleibt die Ausgangslage angespannt, nachdem der Kurs nach Bekanntwerden der Vorwürfe um ein Drittel eingebrochen war.
Die juristischen Turbulenzen rufen derweil die Konkurrenz auf den Plan. Analysten von Mizuho Securities warnten kürzlich, dass verunsicherte Kunden zum Rivalen Dell Technologies abwandern könnten. Folgerichtig senkte die Bank das Kursziel für Super Micro von 33 auf 25 US-Dollar, während die Prognose für Dell gleichzeitig von 180 auf 215 US-Dollar stieg.
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Sammelklagen formieren sich
Neben den behördlichen Ermittlungen baut sich eine weitere juristische Front auf. Mehrere Anwaltskanzleien sammeln derzeit geschädigte Aktionäre für Sammelklagen. Der Vorwurf lautet, das Management habe wesentliche Risiken bezüglich der China-Umsätze und der internen Exportkontrollen verschwiegen. Bis zum 26. Mai 2026 können sich Investoren für das Verfahren als Hauptkläger registrieren lassen.
Ein Zeitplan für den Abschluss der internen Untersuchung liegt bisher nicht vor. Auch der Termin für die Vorlage der Zahlen zum dritten Geschäftsquartal bleibt offen. Solange die Ergebnisse der Prüfer ausstehen und das Risiko von Strafzahlungen oder Exportbeschränkungen im Raum steht, fehlt der Aktie ein klares Fundament für eine nachhaltige Erholung.
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