Super Micro Computer erlebt eine Woche der Extreme. Erst ein Auftragspolster von über 60 Milliarden US-Dollar und eine fast verdoppelte Margen-Prognose, dann ein Kursziel-Schnitt, der die Euphorie sofort dämpft. Am Freitag verlor die Aktie 3,53 Prozent und schloss bei 30,10 US-Dollar.
Mizuho kappt Kursziel deutlich
Die Bank Mizuho senkte ihr Kursziel für Super Micro von 44 auf 34 US-Dollar. Das Rating bleibt neutral. Der Handel am Freitag war ungewöhnlich lebhaft: Mehr als 49 Millionen Aktien wechselten den Besitzer, zeitweise fiel der Kurs bis auf 29,28 US-Dollar.
Die Analysten würdigten zwar die vorläufigen Margendaten aus der Wochenmitte. Sie äußerten aber Zweifel am hohen Kapitalbedarf des Unternehmens und an der Nachhaltigkeit der jüngsten Auftragsdynamik. Nach einer derart steilen Rally wirkt der Rücksetzer wie klassische Gewinnmitnahme.
Neue Server-Generation für KI-Workloads
Mitten in diese Kursschwankungen platzierte Super Micro den offiziellen Start seiner H15-Server-Reihe. Die neuen Systeme laufen auf AMDs sechster EPYC-9006-Generation und sind auf AMD-Instinct-Grafikprozessoren zugeschnitten.
Das Unternehmen spricht von einem Leistungssprung um das 1,7-Fache gegenüber der Vorgängergeneration. Zielgruppe sind rechenintensive „agentic AI“-Anwendungen, High-Performance-Computing und große Rechenzentren. Die Portfolio-Erweiterung umfasst außerdem Flüssigkühlung über Rear-Door-Wärmetauscher, die bis zu 120 Kilowatt abführen können.
Auftragsbestand und Margen treiben die Woche
Trotz des Freitagsverlusts steht die Aktie auf Wochensicht noch 24,48 Prozent im Plus. Auslöser war ein vorläufiges Geschäftsupdate zum vierten Quartal des Fiskaljahres 2026: ein Rekord-Auftragsbestand von mehr als 60 Milliarden US-Dollar.
Der eigentliche Kurstreiber war jedoch die Marge. Super Micro erwartet nun eine Bruttomarge zwischen 15 und 17 Prozent – fast doppelt so hoch wie die vorherige Prognose von rund 8,3 Prozent. Das Management begründet den Sprung mit einem günstigeren Produktmix, insbesondere mehr Rack-Scale-KI-Infrastruktur und flüssiggekühlten Lösungen für Unternehmenskunden.
Diese Größenordnung erklärt die Rally der vergangenen Woche – und zugleich die Vorsicht der Analysten. Eine Verdopplung der Margen-Guidance ist eine starke Ansage. Ob sie sich über mehrere Quartale halten lässt, bleibt die offene Frage, an der sich die Meinungen scheiden.
Die vollständigen Zahlen zum vierten Quartal erwartet der Markt im August 2026. Dann dürfte sich zeigen, ob die Margenausweitung Bestand hat und wie Super Micro die Finanzierung seines 60-Milliarden-Dollar-Auftragsbestands konkret plant.
Super Micro Computer-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Super Micro Computer-Analyse vom 25. Juli liefert die Antwort:
Die neusten Super Micro Computer-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Super Micro Computer-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Super Micro Computer: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

