Super Micro Computer Aktie: Schmuggel-Prozess terminiert

Der Mitgründer von Super Micro Computer muss sich wegen mutmaßlichen Technologie-Schmuggels verantworten, während das Unternehmen trotz Rekordumsätzen unter schrumpfenden Margen leidet.

Super Micro Computer Aktie
Kurz & knapp:
  • Prozessbeginn gegen Mitgründer auf 2. November terminiert
  • Vorwürfe des illegalen Exports von Nvidia-Servern
  • Rekordumsätze im KI-Geschäft, aber sinkende Margen
  • Aktie verzeichnet deutliche Verluste seit Jahresbeginn

Der juristische Druck auf den Server-Spezialisten Super Micro Computer nimmt konkrete Formen an. Während das operative Geschäft mit KI-Hardware Rekordumsätze verzeichnet, muss sich Mitgründer Wally Liaw wegen des mutmaßlichen Schmuggels von Nvidia-Technologie nach China verantworten. Mit der Festlegung eines Prozessdatums beginnt für Investoren nun eine Phase der rechtlichen und finanziellen Ungewissheit.

Milliarden-Vorwürfe vor Gericht

Am Mittwoch plädierte Mitgründer Yih-Shyan „Wally“ Liaw in Manhattan auf „nicht schuldig“. Ihm und zwei weiteren Beschuldigten wird vorgeworfen, Exportkontrollen umgangen und Nvidia-Server im Wert von mindestens 2,5 Milliarden US-Dollar illegal über Südostasien an chinesische Kunden geliefert zu haben. Der zuständige Richter Edgardo Ramos hat den Prozessbeginn nun auf den 2. November festgelegt.

Obwohl das Unternehmen selbst nicht direkt angeklagt ist, wirft die Verwicklung der Führungsebene Fragen zur internen Compliance auf. Die US-Behörden werten den Vorgang als einen der bisher bedeutendsten Fälle von Technologie-Schmuggel im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Liaw, der gegen eine Kaution von fünf Millionen US-Dollar auf freiem Fuß ist, hat den Verwaltungsrat des Unternehmens mittlerweile verlassen.

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Wachstumsstory mit Rissen

Abseits des Gerichtssaals präsentiert sich ein zweigeteiltes Bild. Das operative KI-Geschäft brummt: Im zweiten Quartal übertraf das Unternehmen mit einem Umsatz von 12,7 Milliarden US-Dollar die Erwartungen der Wall Street deutlich. Das Management hob daraufhin das Umsatzziel für das Gesamtjahr 2026 auf mindestens 40 Milliarden US-Dollar an.

Allerdings zahlen Anleger für dieses Wachstum einen hohen Preis. Die Bruttomarge schrumpfte drastisch von 11,8 Prozent im ersten Quartal auf nur noch 6,3 Prozent. Gleichzeitig stiegen die Gesamtverbindlichkeiten im Jahresvergleich um massive 502 Prozent auf 21 Milliarden US-Dollar, während der operative Cashflow im ersten Halbjahr negativ ausfiel.

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Wichtige Fristen für Anleger

Die Kombination aus juristischen Risiken und schrumpfenden Margen hat deutliche Spuren hinterlassen. Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier einen Verlust von 25 Prozent und schloss am Freitag bei 23,22 US-Dollar. Neben dem anstehenden Strafprozess formiert sich weiterer Widerstand in Form von zivilrechtlichen Sammelklagen. Investoren werfen dem Management vor, falsche Angaben zu den internen Exportkontrollen gemacht zu haben.

Die kommenden Wochen bringen zwei konkrete Termine für die weitere Kursentwicklung. Bis zum 26. Mai können sich geschädigte Aktionäre als Hauptkläger für die laufenden Sammelklagen registrieren. Bereits am 5. Mai präsentiert das Management die nächsten Quartalszahlen, bei denen der Fokus neben dem Umsatzwachstum vor allem auf der Entwicklung der kritischen Bruttomarge und der Schuldensituation liegen wird.

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