Ein beispielloser Vorgang erschüttert den Server-Spezialisten Super Micro Computer. US-Behörden haben den Mitgründer und bisherigen Verwaltungsrat Yih-Shyan „Wally“ Liaw wegen des illegalen Exports von Hochtechnologie nach China angeklagt. Die Nachricht löste am Markt einen massiven Ausverkauf aus und rückt die internen Kontrollmechanismen des Unternehmens in den Mittelpunkt.
Der Millionen-Verstoß
Am vergangenen Freitag trat Liaw mit sofortiger Wirkung von seinem Posten im Verwaltungsrat zurück. Zuvor war eine Anklageschrift der US-Bundesstaatsanwaltschaft veröffentlicht worden. Der Vorwurf wiegt schwer: Liaw soll maßgeblich daran beteiligt gewesen sein, US-Server mit hochmodernen Nvidia-Chips unter Umgehung von Exportkontrollen nach China zu leiten.
Laut den Ermittlern beläuft sich das Volumen der umgeleiteten Hardware auf rund 510 Millionen US-Dollar, während das gesamte Netzwerk seit 2024 Umsätze von etwa 2,5 Milliarden US-Dollar generiert haben soll. Das Unternehmen selbst ist in der Anklage derzeit nicht als Beschuldigter aufgeführt und kooperiert nach eigenen Angaben vollumfänglich mit den Behörden. Als erste Reaktion auf die Krise ernannte der Konzern DeAnna Luna zur neuen Interims-Compliance-Chefin, um die internen Richtlinien zu stabilisieren.
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Panik am Markt und Analysten-Reaktionen
Die Börse reagierte auf diese Entwicklungen schonungslos. Allein am Freitag brach der Kurs bei extrem hohem Handelsvolumen um über 33 Prozent ein und beendete die Woche bei 20,53 US-Dollar. Damit verlor der Konzern an nur einem Tag mehr als neun Milliarden US-Dollar an Marktwert.
Auch die Analysten ziehen Konsequenzen. Mehrere Experten stuften die Papiere deutlich ab, darunter Jonathan Tanwanteng von CJS Securities, der sein Rating auf „Market Underperform“ senkte. Marktbeobachter warnen nun vor einem möglichen Kundenexodus. Sollten große Cloud-Anbieter ihre Bestellungen aus Sorge um die Lieferfähigkeit oder Reputation zu Konkurrenten wie Dell Technologies oder Hewlett Packard Enterprise verlagern, drohen fundamentale Einbußen im operativen Geschäft.
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Juristische Risiken und Ausblick
Neben dem strafrechtlichen Verfahren gegen den Mitgründer baut sich eine weitere juristische Front auf. Spezialisierte Anwaltskanzleien wie Robbins Geller prüfen bereits zivilrechtliche Schritte wegen möglichen Wertpapierbetrugs. Diese Entwicklung trifft auf eine ohnehin angespannte Historie, da Super Micro bereits 2020 einen Millionenvergleich mit der US-Börsenaufsicht SEC wegen Bilanzierungsfragen schloss und 2024 Ziel von Leerverkäufern war.
Der Fokus der Investoren richtet sich nun auf den 5. Mai 2026. Bei der anstehenden Präsentation der Quartalszahlen muss das Management konkrete Antworten zu den finanziellen Kosten der internen Aufarbeitung und möglichen Stornierungen im Auftragsbestand liefern. Bis dahin dürften die laufenden Gerichtsanhörungen der Beschuldigten die Nachrichtenlage dominieren.
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