Swiss Re hat seinen Financial Condition Report 2025 veröffentlicht. Das Dokument zeigt: Der Konzern steht kapitalstark da — aber das operative Umfeld wird rauer.
SST-Quote am oberen Ende des Zielkorridors
Die Gruppen-SST-Quote für 2026 liegt bei 250 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Rückgang um sieben Prozentpunkte. Ursache sind geplante Kapitalrückführungen und Modellanpassungen. Positive Beiträge aus dem Versicherungs- und Anlagegeschäft haben den Rückgang teilweise abgefedert.
250 Prozent entspricht dem oberen Ende des eigenen Zielkorridors von 200 bis 250 Prozent. Diese Quote bildet die Grundlage für die gesamte Ausschüttungspolitik.
Starkes Vorjahr, großzügige Ausschüttungen
Das Fundament für die Ausschüttungen lieferte ein außergewöhnliches Geschäftsjahr 2025. Swiss Re steigerte den Konzerngewinn um 47 Prozent auf 4,8 Milliarden US-Dollar. Die Eigenkapitalrendite kletterte von 15,0 auf 19,6 Prozent.
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Auf der Hauptversammlung am 10. April beschlossen die Aktionäre eine Dividende von 6,31 CHF je Aktie — ein Plus von knapp fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Hinzu kommt ein Aktienrückkaufprogramm für 2026, das Rückkäufe von bis zu 1,5 Milliarden USD ermöglicht.
Preisdruck und Katastrophenrisiken belasten den Ausblick
Das laufende Jahr stellt Swiss Re vor andere Vorzeichen. Bei den Januar-Erneuerungen stiegen die Schadensannahmen im P&C-Geschäft um 4,6 Prozent. Die nominalen Preise legten nur um 0,3 Prozent zu. Netto ergibt das einen realen Rückgang von 4,3 Prozent.
Kein Wunder, dass das Management vorsorgt. Für Naturkatastrophenschäden plant Swiss Re rund 2 Milliarden USD im Jahresbudget ein. Die größten Exposures liegen in den Szenarien atlantischer Hurrikan, kalifornisches Erdbeben, europäischer Wintersturm und japanisches Erdbeben.
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Für 2026 hält Swiss Re am Konzernnettoeinkommensziel von 4,5 Milliarden USD fest. Das P&C-Re-Segment peilt eine Combined Ratio unter 85 Prozent an, L&H Re einen Nettogewinn von 1,7 Milliarden USD.
Die Aktie notiert aktuell bei rund 145 Euro — knapp zwölf Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch vom November 2025. Der Markt wartet auf konkretere Signale.
Die Q1-Zahlen im Mai werden zeigen, wie stark Naturkatastrophenschäden vom Jahresbeginn und die Erneuerungsrunden das Ergebnis belastet haben. Die Solvenzquote von 250 Prozent gibt dem Konzern dabei erheblichen Puffer — sowohl gegenüber regulatorischen Mindestanforderungen als auch für weitere Kapitalrückführungen.
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