Im September scheiterte Symrise gleich zweimal knapp an der Marke von 95 Euro. Am Dienstag startet die Aktie den dritten Anlauf, und diesmal kommt Rückenwind aus der Schweiz.

Givaudan liefert den Impuls

Der Branchenprimus Givaudan hat im dritten Quartal 2026 sein Aromengeschäft spürbar belebt. In Nordamerika blieb die Entwicklung schwach, dafür wächst das Geschäft mit Riechstoffen und Kosmetikwirkstoffen weiter deutlich stärker. Die Schweizer Aktie notierte vorbörslich rund 4 Prozent höher.

Jefferies-Analyst Marcus Dunford-Castro lobte die Umsatzentwicklung. Die Erlöse seien gegenüber dem zweiten Quartal deutlich gestiegen, das dürfte den Kurs stützen.

Symrise profitiert als direkter Wettbewerber im Windschatten. Auf Tradegate legte die Aktie vorbörslich 1,4 Prozent auf 94,61 Euro zu, gemessen am Xetra-Schluss des Vortags. Das Jahreshoch von 95 Euro aus dem Juli liegt damit nur wenige Cent entfernt.

Der Widerstand bei 95 Euro

Seit dem Frühjahr hat die Aktie deutlich zugelegt. Die 95-Euro-Marke hat sich jedoch als hartnäckiger Widerstand erwiesen. Zwei Annäherungen im September blieben ohne Ausbruch.

Die Analystenseite sieht noch Luft nach oben. Die Kursziele reichen von 96 bis 110 Euro, selbst die vorsichtigste Schätzung liegt also oberhalb des aktuellen Niveaus. Allerdings rät ein Teil der Experten lediglich zum Halten der Papiere, die Begeisterung ist also nicht einhellig.

Für Anleger mit Blick auf die Dividende: Zuletzt schüttete Symrise 1,25 Euro je Aktie aus, das entsprach einer Rendite von rund 1,6 Prozent.

Ob der Ausbruch gelingt, entscheidet sich im Xetra-Handel. Schließt die Aktie über 95 Euro, wäre das Jahreshoch Geschichte und der Weg Richtung der Analystenziele frei. Prallt sie ein drittes Mal ab, verfestigt sich die Marke als Barriere.