Symrise Aktie: Wende vor den Zahlen

Der Duftstoffhersteller Symrise verkauft seine Terpene-Sparte, was zu einer Wertberichtigung führt. Trotz schwierigem Umfeld deutet ein charttechnisches Signal auf ein Ende der Schwächephase hin.

Symrise Aktie
Kurz & knapp:
  • Verkauf der zyklischen Terpene-Sparte geplant
  • Wertberichtigung in Höhe von 145 Millionen Euro
  • Aktie durchbricht wichtige 50-Tage-Linie
  • Stabiles Rating und Dividendenerhöhung beschlossen

Der Duft- und Aromenhersteller Symrise ordnet sein Portfolio neu und trennt sich vom kapitalintensiven Terpene-Geschäft. Während diese strategische Entscheidung eine hohe Wertberichtigung nach sich zieht, reagiert der Markt mit vorsichtigem Optimismus. Ein frisches charttechnisches Signal deutet darauf hin, dass die wochenlange Schwächephase der Aktie ein Ende finden könnte.

Strategischer Umbau kostet Millionen

Im Hintergrund treibt das Management die Bereinigung des Portfolios konsequent voran. Symrise befindet sich in fortgeschrittenen Gesprächen zum Verkauf seiner Terpene-Sparte. Da dieses Geschäft als stark zyklisch gilt, passt es strategisch nur noch bedingt zur margenstarken Kernkompetenz des Unternehmens. Der anstehende Verkauf führt nach IFRS-Standards zu einer nicht zahlungswirksamen Wertberichtigung von 145 Millionen Euro. Gleichzeitig schuf der Konzern durch strukturelle Kosteneinsparungen von rund 100 Millionen Euro in den vergangenen zwei Jahren den finanziellen Spielraum für die nächste Wachstumsphase.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Symrise?

Charttechnik trifft auf schwieriges Umfeld

Ungeachtet der bilanziellen Belastungen hellt sich das Bild an der Börse auf. Mit einem gestrigen Schlusskurs von 74,26 Euro hat das Papier die viel beachtete 50-Tage-Linie bei 73,16 Euro nach oben durchbrochen. Diese Erholung vollzieht sich in einem durchaus herausfordernden Marktumfeld.

Das Management dämpfte bereits die Erwartungen für den Jahresauftakt und rechnet für das erste Quartal aufgrund hoher Vergleichswerte mit einem organischen Wachstum unter dem Vorjahresniveau. Geopolitische Unsicherheiten und unkalkulierbare Zollrisiken im US-Geschäft verhindern derzeit einen optimistischeren Ausblick für das Gesamtjahr.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Symrise?

Stabile Basis durch Rating und Ausschüttungen

Rückhalt finden Anleger in der soliden Finanzierung des Konzerns. Die Ratingagenturen S&P Global und Moody’s bestätigten kürzlich ihre Einstufungen mit einem stabilen Ausblick, was die institutionelle Nachfrage stützt. Zudem flankieren kapitalerhaltende Maßnahmen den Kurs. Neben dem laufenden Aktienrückkaufprogramm soll die Hauptversammlung am 6. Mai die 16. Dividendenerhöhung in Folge beschließen, bei der die Ausschüttung auf 1,25 Euro je Aktie steigen wird.

Der eigentliche Stresstest für die aktuelle Erholungsbewegung steht unmittelbar bevor. Am 29. April wird Symrise die Ergebnisse für das erste Quartal vorlegen. Zeigen die eingeleiteten Effizienzprogramme in diesem Zahlenwerk keine ersten positiven Effekte auf die Margenentwicklung, dürfte der jüngste Aufwärtstrend schnell wieder abflachen.

Symrise-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Symrise-Analyse vom 2. April liefert die Antwort:

Die neusten Symrise-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Symrise-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 2. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Symrise: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Symrise

Symrise Jahresrendite