JPMorgan dämpft Erwartungen an das dritte Quartal
Am Montag passte das Analysehaus JPMorgan seine Bewertung für T-Mobile US an. Die Analysten senkten das Kursziel für die Aktie von $275 auf $260, hielten jedoch an ihrer Einstufung mit „Overweight“ fest. Medienberichten zufolge reduzierte das Institut seine Umsatzprognose für das Mobilfunk-Servicegeschäft im dritten Quartal um 0,2 Prozent auf $19,3 Milliarden.
Zugleich bleibt die Erwartung an das operative Neukundengeschäft stabil. JPMorgan rechnet für das Quartal weiterhin mit einem Nettozuwachs von 260.000 Postpaid-Kundenkonten. Die leichte Zurücknahme beim Kursziel spiegelt damit vor allem eine vorsichtigere Haltung bei den Erlösen wider, stellt aber das grundsätzliche Wachstum nicht infrage.
Im heutigen Handel legt das Papier um 1,0 Prozent auf 147,00 Euro zu. Damit bewegt sich der Titel weiterhin in der Nähe seines 52-Wochen-Tiefs von 141,00 Euro.
Rechtsstreit mit Verizon beigelegt
Neben den Analystenkommentaren sorgten zuletzt juristische Entwicklungen für Klarheit im US-Geschäft. Wie die Nachrichtenagentur Reuters meldete, legten T-Mobile US und der Konkurrent Verizon Wireless am 14. September ihre gegenseitigen Klagen bei.
Beide Konzerne hatten sich zuvor vor einem Bundesgericht in Manhattan gegenseitig irreführende Werbeaussagen über finanzielle Einsparungen bei einem Anbieterwechsel vorgeworfen. Die Vereinbarung zur Einstellung des Verfahrens beendet diese rechtliche Auseinandersetzung vollständig.
Damit fällt für den Konzern ein Nebenkriegsschauplatz im US-Mobilfunkmarkt weg. Der Wettbewerb um wechselwillige Kunden bleibt dennoch intensiv, zumal sich die großen Anbieter im Marketing weiterhin wenig Raum lassen.
Neue Dynamik durch Satellitenfunk und Frequenzen
Parallel dazu rücken technologische Partnerschaften und regulatorische Weichenstellungen in den Fokus. T-Mobile-US-CEO Srini Gopalan betonte auf einer Branchenkonferenz von Goldman Sachs, dass der Starlink-Dienst von SpaceX zwar in spezifischen Fällen nützlich sei, aber für die überwiegende Mehrheit der US-Bevölkerung keineswegs einen Ersatz für das herkömmliche Mobilfunknetz darstelle.
Gleichwohl plant SpaceX laut Reuters über die direkte Partnerschaft mit T-Mobile US hinaus ein Netzwerk für Reisende, was den Wettbewerbsdruck mittelfristig erhöhen könnte.
Zusätzliche finanzielle Weichenstellungen zeichnen sich auf regulatorischer Ebene ab. Wie der Vorsitzende der US-Telekomaufsicht FCC, Brendan Carr, am 17. September erklärte, könnten anstehende US-Frequenzauktionen in den nächsten Jahren mehr als $100 Milliarden erlösen. Für T-Mobile US bedeutet diese Perspektive künftig relevante Entscheidungen bei den Spektrumskosten und der weiteren Netzwerkstrategie.
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