T1 Energy gelingt die Wende am Abgrund. Nach einem dramatischen Kurssturz im Juli schlägt die Aktie des Solarherstellers nun mit Wucht zurück. Seit dem Tief von 2,94 Euro Ende Juli kletterte das Papier innerhalb einer Woche um fast 43 Prozent.

Ein Großauftrag der Clearway Energy Group treibt die Erholung. T1 Energy liefert Solarmodule mit einer Gesamtleistung von 641 Megawatt. Das Unternehmen fertigt die Module in Dallas, während die Zellen aus dem neuen Werk in Austin stammen sollen. Dieser Pakt stützt die Strategie des Herstellers. Bis 2027 will das Management einen US-Anteil von über 60 Prozent erreichen.

Parallel dazu sicherte sich die Führungsetage frisches Kapital. Eine Privatplatzierung von Wandelanleihen spülte 120 Millionen US-Dollar in die Kassen. Das Geld stabilisiert die Bilanz. Die Kosten für die erste Ausbaustufe des Werks in Austin stiegen zuletzt um rund 20 Prozent auf etwa 510 Millionen Dollar.

Die vorläufigen Zahlen für das zweite Quartal 2026 zeigen eine gemischte Bilanz. T1 Energy rechnet mit einem Umsatz von bis zu 255 Millionen Dollar. Der Nettoverlust dürfte bei maximal 37 Millionen Dollar liegen. Am Stichtag im Juni verfügte das Unternehmen über freie Barmittel von etwa 79 Millionen Dollar.

Der Zeitplan für den Produktionsstart in Austin verschiebt sich. Die ersten Solarzellen laufen dort erst im ersten Quartal 2027 vom Band. Investoren blicken nun auf den vollständigen Quartalsbericht Ende August. Dann wird sich zeigen, ob T1 Energy die restliche Finanzierung für den Ausbau in Texas sichern kann.