T1 Energy spürt den harten Entzug staatlicher Unterstützung. Seit dem Auslaufen der US-Solar-Steuergutschriften am 4. Juli bricht der Aktienkurs ein. Investoren fürchten nun eine Auftragsflaute für die zweite Jahreshälfte.
Kurssturz nach Steuer-Deadline
An der Börse herrscht schlechte Stimmung. Die Aktie notiert aktuell bei 6,05 Euro. Vom 52-Wochen-Hoch bei 11,00 Euro ist der Kurs inzwischen um 45 Prozent entfernt.
Innerhalb einer Woche verlor das Papier fast 20 Prozent an Wert. Der Wegfall der 30-prozentigen Steuergutschrift belastet die Aussichten schwer. Bisher förderte der „One Big Beautiful Bill Act“ kommerzielle Solarprojekte massiv. Nun dürften die Buchungen im dritten und vierten Quartal sinken.
Expansion trotz roter Zahlen
Das Management versucht, den Fokus des Unternehmens zu verbreitern. Derweil übernimmt T1 Energy für 32 Millionen Dollar den Anbieter KORE Power. Dieser Schritt soll den Zugang zum Markt für Batteriespeicher und Rechenzentren ebnen.
Der Konzern treibt in Texas den Bau der Solarzellen-Fabrik G2_Austin voran. Die Produktion soll dort im vierten Quartal 2026 starten. Bisher fertigt das Unternehmen seine Photovoltaik-Module primär am Standort Dallas.
Hohe Verschuldung belastet
Die finanzielle Lage bleibt angespannt. Das Unternehmen weist einen hohen Verschuldungsgrad von 5,7 auf. Im ersten Quartal verbuchte T1 Energy einen Nettoverlust von 21,4 Millionen Dollar.
Besonders der Cashflow bereitet Sorgen. Dieser lag zuletzt bei minus 72,9 Millionen Dollar. Immerhin verfügte das Unternehmen Ende des Quartals noch über liquide Mittel von gut 123 Millionen Dollar.
Der Produktionsstart in Austin im vierten Quartal 2026 markiert die nächste kritische Marke. Neue Kapazitäten müssen dann den Wegfall der Steuergeschenke kompensieren.
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