Für den US-Solarhersteller T1 Energy tickt die Uhr. Bis Ende April müssen 350 Millionen US-Dollar für die neue Zellfabrik in Texas gesichert werden. Gelingt dieser finanzielle Kraftakt nicht, wackelt der gesamte Zeitplan für den geplanten Gewinnsprung im Jahr 2027. Anleger blicken entsprechend nervös auf die laufenden Verhandlungen.
Die geplante Anlage „G2_Austin“ gilt als das wichtigste Projekt des Unternehmens. Mit einer Kapazität von 2,1 Gigawatt soll sie die heimische Produktion massiv ausbauen. Bereits in diesem Monat soll der Stahlbau auf dem über 100 Hektar großen Gelände beginnen. Bedingung dafür ist allerdings der erfolgreiche Abschluss der Finanzierungsrunde. Das Management machte deutlich, dass Verzögerungen hier direkte Auswirkungen auf die für Ende 2026 anvisierten Produktionsziele hätten.
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An der Börse spiegelt sich diese Unsicherheit wider. Die Papiere notieren derzeit nahe ihrer mehrmonatigen Tiefststände und schlossen am Sonntag bei 4,17 US-Dollar. Bemerkenswert ist die hohe Leerverkaufsquote: Über 21 Prozent der frei handelbaren Aktien sind aktuell leerverkauft. Ein beträchtlicher Teil der Marktteilnehmer spekuliert also auf ein Scheitern der Finanzierungspläne oder weitere operative Rückschläge.
Zölle als ständiger Begleiter
Der zügige Aufbau der eigenen Zellproduktion hat einen handfesten Grund: T1 Energy leidet unter der volatilen US-Handelspolitik. Bereits die Ergebnisse des Jahres 2025 wurden durch unerwartet hohe Zölle auf importierte Solarzellen belastet. Hinzu kommt eine laufende Untersuchung der US-Behörden, die genau jene ausländischen Zellen verteuern könnte, die das Unternehmen in der Übergangsphase 2026 nutzen will.
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Die eigene Fabrik in Texas dient daher als strategischer Schutzschild. Sobald G2_Austin produziert, sollen die Module zu über 60 Prozent aus heimischer Fertigung stammen. Um die Liquidität bis dahin zu sichern, stützt sich das Unternehmen auf den Verkauf von Steuergutschriften und prüft zudem die Veräußerung von Vermögenswerten in Nordeuropa.
Fokus auf 2027
Das laufende Jahr steht operativ ganz im Zeichen des Fabrikbaus. Zwar verschieben sich laut Finanzchef Evan Calio einige Auslieferungen auf Kundenwunsch vom ersten in das zweite Quartal, die Jahresziele bleiben davon aber unberührt. Der eigentliche Fokus liegt auf 2027: Dann soll die integrierte Produktion ein bereinigtes operatives Ergebnis (EBITDA) von 375 bis 450 Millionen US-Dollar abwerfen. Ob diese Prognose glaubhaft bleibt, entscheidet sich in den kommenden Wochen mit dem Ausgang der 350-Millionen-Dollar-Finanzierungsrunde.
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