Während auf der texanischen Großbaustelle von T1 Energy in diesen Tagen die ersten Stahlträger in den Himmel wachsen, zieht sich hinter den Kulissen die finanzielle Schlinge zu. Bis zum Ende des zweiten Quartals muss das Solarunternehmen zwingend eine Lücke von 350 Millionen US-Dollar schließen. Gleichzeitig sorgen Ermittlungen der US-Justizbehörden und drohende Zölle für erhebliche Verunsicherung bei den Investoren.
Der Bau der neuen Solarzellenfabrik G2_Austin im texanischen Milam County schreitet laut Unternehmensangaben planmäßig voran. Nachdem das Gelände vorbereitet und die Fundamente gegossen wurden, beginnt im April die Errichtung der Stahlkonstruktion. Durch den Einsatz eigener Barmittel in der Anfangsphase konnte das Management die noch ausstehenden Investitionskosten für den ersten Bauabschnitt auf rund 350 Millionen US-Dollar reduzieren. Genau diese Summe muss nun gesichert werden. Ein Scheitern bei der Kapitalbeschaffung würde den geplanten Produktionsstart Ende 2026 massiv gefährden.
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Als wäre die Suche nach frischem Kapital im aktuellen Marktumfeld nicht anspruchsvoll genug, sieht sich das Unternehmen mit juristischem Gegenwind konfrontiert. Das US-Justizministerium und die Börsenaufsicht SEC haben im Zusammenhang mit Aktienverkäufen aus dem zweiten Halbjahr 2023 Dokumente angefordert und Vorladungen verschickt. T1 Energy kooperiert nach eigenen Angaben mit den Behörden und verweist darauf, dass die fraglichen Transaktionen im Rahmen genehmigter Insider-Handelsrichtlinien stattfanden.
Parallel dazu schwebt eine mögliche Entscheidung der US-Regierung über neue Polysilizium-Zölle über dem Unternehmen. Da T1 im aktuellen Übergangsjahr noch auf internationale Solarzellen angewiesen ist, würden neue Importabgaben die Kostenstruktur sofort belasten.
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Diese vielfältigen Risiken spiegeln sich deutlich im Markt wider. Zwar verzeichnete der Kurs in den vergangenen sieben Tagen eine Erholung von rund 19 Prozent auf den Freitagsschlusskurs von 4,00 Euro, auf Monatssicht steht jedoch weiterhin ein sattes Minus von über 40 Prozent zu Buche. Bemerkenswert ist zudem die hohe Leerverkaufsquote von über 21 Prozent des Streubesitzes. Auch die Wall Street bewertet die Lage derzeit völlig unterschiedlich:
- Needham & Company senkte das Kursziel im April von 10,00 auf 8,00 US-Dollar, rät aber weiterhin zum Kauf.
- Weiss Ratings bestätigte Ende März eine klare Verkaufsempfehlung.
- Zacks Research stufte das Papier Anfang April auf „Strong Sell“ ab.
Trotz der widrigen Umstände hält das Management an seiner Produktions- und Umsatzprognose von 3,1 bis 4,2 Gigawatt für das Jahr 2026 fest. Sobald die erste Phase der texanischen Fabrik abgeschlossen ist, peilt T1 Energy für 2027 ein bereinigtes EBITDA zwischen 375 und 450 Millionen US-Dollar an. Ob diese ehrgeizigen Ziele realistisch bleiben, entscheidet sich in den kommenden Wochen an der Finanzierungsfront. Gelingt der Abschluss über die benötigten 350 Millionen US-Dollar bis Ende Juni nicht, rückt die operative Vision in weite Ferne.
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