Starke Quartalszahlen, ein nahender Earnings-Termin und die Vorfreude auf Grand Theft Auto VI — bei Take-Two Interactive verdichten sich die Kurstreiber. Die Aktie legte zuletzt deutlich zu, notiert auf Eurobasis aber noch rund 15 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch.
Jefferies bestätigt Kaufempfehlung
Am 28. April bekräftigte Jefferies seine Kaufempfehlung für Take-Two. Das passt zum breiten Konsens: 26 von 28 Analysten empfehlen die Aktie zum Kauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 277 Dollar — mit einem Höchstwert von 305 Dollar.
Der Earnings-Termin steht fest. Am 21. Mai veröffentlicht Take-Two die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2026. Bis dahin dürfte das Positionierungsinteresse hoch bleiben.
Gewinnrückgang täuscht
Für das vierte Quartal erwarten Analysten einen Gewinn von 0,20 Dollar je Aktie — nach 0,73 Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang klingt alarmierend, ist es aber nicht.
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Der Hauptgrund: nicht-zahlungswirksame Abschreibungen. Die Amortisierung von Zynga-Akquisitionskosten, kapitalisierte Entwicklungskosten für GTA VI sowie interne Gewinnbeteiligungen für Rockstar-Mitarbeiter belasten die GAAP-Zahlen erheblich. Das Geld für die Entwicklung — geschätzte zwei Milliarden Dollar — ist bereits geflossen. Mit dem Verkaufsstart von GTA VI wandern diese Kosten aus der Bilanz in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung.
Solide Basis, ambitionierter Ausblick
Das dritte Quartal 2026 lief stark. Der GAAP-Nettoumsatz stieg um 25 Prozent auf 1,70 Milliarden Dollar. Das Non-GAAP-EBITDA verdoppelte sich auf 174,8 Millionen Dollar.
Auf dieser Basis hob Take-Two die Jahresprognose an. Die Net Bookings sollen 6,65 bis 6,70 Milliarden Dollar erreichen — ein Wachstum von rund 18 Prozent. NBA 2K wächst um 37 Prozent, das Mobilsegment um 13 Prozent. Wiederkehrende Einnahmen sollen 78 Prozent der Buchungen ausmachen.
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Institutionelle Investoren uneins
Das institutionelle Bild ist gemischt. Im jüngsten Quartal bauten 528 Investoren ihre Positionen aus, 448 reduzierten sie.
BlackRock kaufte rund 1,1 Millionen Aktien hinzu, AQR Capital verdreifachte seine Position nahezu. Auf der anderen Seite trennte sich der Public Investment Fund vollständig von seinen rund 11,4 Millionen Aktien. UBS Asset Management verkaufte gut 80 Prozent seiner Beteiligung.
Alles hängt an GTA VI
Der eigentliche Katalysator liegt im November 2026. Der Launch von Grand Theft Auto VI soll im Geschäftsjahr 2027 Rekord-Bookings liefern. Auf Eurobasis hat die Aktie seit Jahresbeginn rund 15 Prozent verloren und notiert mit 183 Euro noch unter dem 200-Tage-Durchschnitt. Ob das Earnings-Update am 21. Mai Klarheit über den Release-Zeitplan und die Bookings-Prognose für FY2027 bringt, entscheidet maßgeblich darüber, wie der Markt die aktuelle Bewertung einordnet.
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