Take-Two Aktie: Erfolgsstrategie greift!

Take-Two Interactive übertrifft Umsatz- und Gewinnerwartungen deutlich, doch die Aktie fällt nachbörslich. Die Nervosität wird durch KI-Sorgen im Gaming-Sektor getrieben.

Take-Two Aktie
Kurz & knapp:
  • Gewinn je Aktie übertrifft Analystenschätzungen um fast 50%
  • Umsatzwachstum von 25% auf 1,76 Milliarden US-Dollar
  • Starttermin für Grand Theft Auto VI im November 2025 bestätigt
  • Mobile-Sparte wächst mit Toon Blast um 43%

Die Aktie von Take-Two Interactive erlebt eine paradoxe Situation: Während das Unternehmen am Dienstagabend mit seinen Quartalszahlen die Erwartungen pulverisierte, verlor der Titel nachbörslich 4,35% und notierte bei 221,81 US-Dollar. Ein Gewinn je Aktie von 1,23 US-Dollar – fast 50% über den Analystenschätzungen von 0,83 US-Dollar – reichte nicht aus, um die Anleger zu überzeugen.

Der Umsatz kletterte im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 um 25% auf 1,76 Milliarden US-Dollar. Auch hier übertraf Take-Two die Prognosen von 1,59 Milliarden US-Dollar deutlich. Die wiederkehrenden Einnahmen aus In-Game-Käufen sprangen um 23% nach oben und machen mittlerweile 76% der Gesamteinnahmen aus.

GTA VI: Der Elefant im Raum

Der 19. November 2025 bleibt als offizieller Starttermin für „Grand Theft Auto VI“ bestätigt. Nach zwei vorherigen Verschiebungen war diese Bestätigung für viele Investoren der wichtigste Teil der Bekanntgabe. CEO Strauss Zelnick prognostiziert für das Geschäftsjahr 2027 Rekordeinnahmen, die eine „neue finanzielle Grundlinie“ für das Unternehmen schaffen sollen.

Die Marketingkampagne für GTA VI soll im Sommer 2026 anlaufen. Doch bereits jetzt zeigt sich die Vorfreude in den Zahlen: „GTA Online“ legte um 27% zu, während „GTA V“ mit über 225 Millionen verkauften Einheiten weiterhin stark nachgefragt wird. Das Update „A Safe House in the Hills“ trieb die Nutzerzahlen deutlich nach oben.

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Mobile-Sparte explodiert

Das Mobile-Geschäft wuchs um 19% und entwickelt sich zum Überraschungserfolg. „Toon Blast“ schoss um 43% in die Höhe und knackte die Marke von 3 Milliarden US-Dollar Gesamtumsatz seit Launch. „Match Factory“ legte 17% zu, „Empires & Puzzles“ 11%.

Der Direktvertrieb an Spieler, der die hohen App-Store-Gebühren umgeht, erreichte ein Rekordhoch. Take-Two profitiert hier von einem günstigeren regulatorischen Umfeld und personalisierten Angeboten.

NBA 2K26: Neue Bestmarken

Das Basketball-Franchise verkaufte bisher 8 Millionen Einheiten – ein hoher einstelliger Prozentsatz mehr als der Vorgänger. Die wiederkehrenden Ausgaben stiegen um 30%, ebenso die täglich aktiven Nutzer. Take-Two erwartet für „NBA 2K26“ die höchsten Jahreseinnahmen in der Franchisegeschichte.

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Warum verkaufen die Anleger?

Trotz der Glanzleistung herrscht Nervosität. Der gesamte Gaming-Sektor steht unter Druck, seit Google sein KI-Modell vorstellte, mit dem Nutzer durch einfache Text- oder Bildeingaben digitale Welten erschaffen können. Investoren fragen sich, ob solche Tools traditionelle Spieleentwicklung bedrohen könnten.

Zelnick konterte diese Sorgen deutlich: „Die Videospielbranche wurde seit ihrer Entstehung auf maschinellem Lernen und KI aufgebaut.“ Das Unternehmen betreibt bereits Hunderte KI-Pilotprojekte und sieht Effizienzchancen statt Bedrohungen.

Prognose nach oben

Take-Two hebt die Jahresprognose zum zweiten Mal an. Die Nettobuchungen sollen nun 6,65 bis 6,7 Milliarden US-Dollar erreichen – ein Plus von 18% gegenüber dem Vorjahr. Der operative Cashflow wurde von 250 auf 450 Millionen US-Dollar angehoben.

Analysten von BofA Securities sehen in der aktuellen Kursschwäche eine „besonders attraktive Kaufgelegenheit“. Die Aktie bewegt sich in einer Spanne zwischen 181,86 und 264,79 US-Dollar innerhalb der vergangenen 52 Wochen.

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Über Andreas Sommer 1636 Artikel

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Als Finanzanalyst und Börsenjournalist beschäftige ich mich seit über vier Jahrzehnten intensiv mit den Finanzmärkten. Meine Spezialisierung liegt auf der Analyse wachstumsstarker Aktien und der Entwicklung von Anlagestrategien, die fundamentale Bewertung mit technischer Analyse kombinieren.

Ein zentraler Aspekt ist das Timing („Timing is Money“), denn Risikobegrenzung ist essenziell („Vermeiden ist besser als Verlieren!“). Mein Ziel ist es, Ihnen klare Orientierung in dynamischen Märkten zu bieten.

Mein Weg an die Börse: Vom Bankberater zum Analysten

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