Das Warten hat ein Ende. Rockstar Games öffnet die Vorbestellungen für Grand Theft Auto VI. Der Verkaufsstart am 19. November 2026 markiert den Beginn eines gigantischen Produktzyklus. Die Erwartungen an den Mutterkonzern Take-Two Interactive sind enorm.

Teure Tickets nach Vice City

Seit Donnerstag können Fans den Titel für die aktuellen Konsolen ordern. Die Standardversion kostet knapp 80 US-Dollar. Für die Ultimate Edition verlangt Take-Two rund 100 US-Dollar. Käufer erhalten dafür exklusive digitale Inhalte für den Einzelspieler und den Online-Modus.

Analysten reagieren prompt auf den Meilenstein. BTIG bewertet das Papier neu mit einem Kursziel von 290 US-Dollar. Die Experten erwarten deutlich steigende Umsätze bis zum Geschäftsjahr 2029.

BofA Securities hebt das Ziel sogar auf 368 US-Dollar an. Die Bank rechnet mit einem aggressiven Bezahlmodell für das neue GTA Online. Spieler sollen dort künftig mehr Geld ausgeben als bei der Konkurrenz.

Aktie trotzt dem Abverkauf

An der Börse setzte nach der Ankündigung eine leichte Korrektur ein. Die Take-Two-Aktie beendete die Handelswoche am Freitag bei 209,00 Euro. Das entspricht einem Wochenverlust von 1,42 Prozent.

Kein Wunder. Anleger nehmen nach solchen Nachrichten oft erste Gewinne mit. Der langfristige Trend bleibt intakt. Auf Sicht von 30 Tagen steht ein Plus von gut elf Prozent auf der Anzeigetafel.

Der Kurs notiert sicher über der 50-Tage-Linie von 193,37 Euro. Das Management blickt indes bereits über den Blockbuster hinaus.

Bis zum Geschäftsjahr 2029 plant der Konzern 29 weitere Veröffentlichungen. Darunter befinden sich Fortsetzungen bekannter Marken wie BioShock und Mafia.

Die nächsten harten Fakten liefert das dritte Quartal 2026. Dann präsentiert Take-Two die ersten konkreten Verkaufszahlen der Vorbestellungen. Bis dahin bleibt das hohe Marketingbudget der wichtigste Faktor für die Gewinnmarge.