Die Spekulationen um einen dritten Trailer zu „Grand Theft Auto VI“ erreichen ihren Höhepunkt. Branchenbeobachter Tom Henderson und das Portal Insider Gaming rechnen mit einer Veröffentlichung rund um den 6. August – nur einen Tag vor dem für den 7. August angesetzten Investorenanruf von Take-Two. Die Argumentation: Rockstar Games, die zu Take-Two gehörende Studio-Marke, veröffentlicht Neuigkeiten traditionell im Vorfeld der Quartalszahlen. Bestätigt ist der Termin für den Trailer bislang nicht.
Auch Take-Two-Chef Strauss Zelnick hat sich zuletzt zur Marketingstrategie geäußert. Die Kampagne für GTA VI werde breit angelegt und orientiere sich an der aktuellen Mediennutzung, so Zelnick. Ein weiterer Trailer sei eher für Mitte bis Ende August zu erwarten, möglicherweise zeitgleich mit dem Earnings Call. Der Vorbestellstart des Spiels erfolgte bereits am 25. Juni, das offizielle Cover-Art mit den Protagonisten Lucia und Jason ist veröffentlicht. Der Release-Termin am 19. November gilt als bestätigt, während der Preis mit Gerüchten zwischen 80 und 110 US-Dollar weiterhin Spekulationsobjekt bleibt.
Analysten sehen deutliches Kurspotenzial
Der Analystenkonsens bleibt konstruktiv: 19 Analysten vergeben im Schnitt die Einstufung „Moderate Buy“ mit einem durchschnittlichen Kursziel von 294,44 US-Dollar für die an der Nasdaq gehandelte Aktie. Im deutschen Handel notiert das Papier am Montag bei 207,80 Euro und legt damit im Tagesverlauf um 1,76 Prozent zu. Zum bisherigen 52-Wochen-Hoch vom 7. Juli fehlen der Aktie aktuell noch gut zehn Prozent – ein Abstand, der angesichts der bevorstehenden GTA-6-Nachrichtenlage im Fokus der Anleger bleiben dürfte.
Parallel zur Trailer-Spekulation bewegt sich auch die institutionelle Aktionärsstruktur. Delta Global Management erhöhte seine Take-Two-Position im ersten Quartal um mehr als das Sechsfache und hält nun rund 9.500 Aktien. Weitere institutionelle Investoren wie Norges Bank, AQR und Bessemer bauten ihre Bestände ebenfalls aus. Auf der anderen Seite reduzierte Allspring Global Investments seinen Anteil um 92 Prozent und trennte sich von gut 110.000 Aktien. Zusätzlich verkauften Insider in den vergangenen 90 Tagen Aktien im Wert von rund 128 Millionen US-Dollar – bei einer institutionellen Eigentümerquote von insgesamt über 95 Prozent bleibt das Bild dennoch überwiegend von Zukäufen geprägt.
Marktumfeld bleibt herausfordernd
Der Rückenwind aus der GTA-6-Vorfreude trifft auf ein angespanntes Branchenumfeld. Die US-Ausgaben für Videospiele fielen im Juni laut Circana-Daten um 21 Prozent auf 4,49 Milliarden Dollar, was jedoch vor allem auf den Vergleichseffekt zum Switch-2-Launch im Vorjahresmonat zurückzuführen ist. Über das erste Halbjahr betrachtet blieben die Ausgaben mit einem Minus von nur einem Prozent nahezu stabil. Zugleich richtet sich der Blick der Märkte diese Woche auf die Fed-Sitzung sowie auf die Quartalszahlen der großen Technologiekonzerne, was für zusätzliche Volatilität an den Aktienmärkten sorgen könnte.
Für Take-Two-Aktionäre bleibt der 7. August damit der entscheidende Termin: Bestätigt sich ein neuer Trailer im Vorfeld, dürfte er als Signal für den Zustand des größten Franchise-Starts der Firmengeschichte gelten. Take-Two selbst hat für das laufende Geschäftsjahr Umsatzerwartungen von 8,2 Milliarden Dollar formuliert, getrieben maßgeblich vom GTA-6-Launch im November.
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