Der Vorverkauf für das meisterwartete Videospiel des Jahrzehnts hat begonnen. Seit Donnerstag können Fans „Grand Theft Auto VI“ offiziell vorbestellen. Die Börse reagiert erstaunlich kühl. Auf Wochensicht verlor das Papier 1,23 Prozent. Parallel dazu trennt sich ein Top-Manager von einem Aktienpaket.
Insider-Verkäufe und Analysten-Ziele
Daniel P. Emerson ist Chief Legal Officer bei Take-Two. Mitte Juni verkaufte er in zwei Tranchen knapp 8.840 Aktien. Der Manager erlöste dabei Kurse zwischen 215 und 230 US-Dollar. Diese Verkäufe liefen über einen vorab festgelegten Handelsplan. Ein Alarmsignal ist das kaum. Analysten blicken ohnehin auf das große Bild.
BMO Capital rät weiterhin zum Kauf. Das Kursziel liegt bei 285 US-Dollar. Die Experten sehen das neue GTA als mehrjährigen Gewinntreiber. Das Spiel kostet knapp 80 US-Dollar. Der Release folgt am 19. November 2026.
Das Fundament abseits der Konsole
Bis zum Release stützt ein anderes Segment die Bilanzen. Das Mobile-Gaming wächst rasant. Im abgelaufenen Geschäftsjahr stiegen die Nettobuchungen um 19 Prozent auf über 6,7 Milliarden US-Dollar. Knapp die Hälfte davon stammt aus der Smartphone-Sparte rund um die Tochter Zynga.
Titel wie „Toon Blast“ wuchsen zuletzt um über 40 Prozent. Besonders wichtig: Die wiederkehrenden Verbraucherausgaben machen mittlerweile 78 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Die Folge: verlässliche Einnahmen. Das Unternehmen ist längst nicht mehr nur von großen Konsolen-Hits abhängig.
Robuster Aufwärtstrend
Technisch präsentiert sich die Aktie stabil. Der Schlusskurs vom Freitag lag bei 209,40 Euro. Damit notiert das Papier komfortabel über der 50-Tage-Linie von 193,36 Euro. Auf Monatssicht steht ein Plus von rund elf Prozent.
Der RSI-Wert von 64 signalisiert ein gesundes Momentum. Der Markt preist die kommenden Meilensteine bereits ein. Das 52-Wochen-Hoch rückt in greifbare Nähe. Bis zur Marke von 225,30 Euro fehlen nur noch gut sieben Prozent.
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