Noch im Februar lobte das Management von Take-Two Interactive die Integration von Künstlicher Intelligenz in die Spieleentwicklung. Nun folgt eine abrupte Kehrtwende. Der Gaming-Konzern hat seine komplette KI-Abteilung nach sieben Jahren Entwicklungsarbeit aufgelöst und das Personal entlassen.
Abkehr von den KI-Plänen
Anfang April machte der bisherige KI-Chef Luke Dicken das Ende seiner Abteilung öffentlich. Sieben Jahre lang hatte das Team an fortschrittlichen Werkzeugen für maschinelles Lernen und prozedurale Inhaltsgenerierung gearbeitet. Die Schließung steht in starkem Kontrast zu den jüngsten Aussagen von CEO Strauss Zelnick. Dieser betonte noch vor wenigen Wochen, das Unternehmen setze aktiv auf generative KI und habe Hunderte Pilotprojekte quer durch alle Studios gestartet.
Eine offizielle Begründung des Unternehmens für den plötzlichen Kurswechsel steht bislang aus. Ein leitender Mitarbeiter der aufgelösten Abteilung verwies auf veränderte Prioritäten des Top-Managements. Die Maßnahme reiht sich zudem in den aktuellen Trend der Spielebranche ein, durch Umstrukturierungen die steigenden Betriebskosten in den Griff zu bekommen.
Fokus auf traditionelles Handwerk
Die Umstrukturierung fällt in eine entscheidende Phase für den Konzern. Am 19. November 2026 soll der lang erwartete Blockbuster Grand Theft Auto VI erscheinen. Zelnick hatte bereits im Vorfeld klargestellt, dass bei diesem Titel keine generative KI zum Einsatz kommt. Die Welten von Rockstar Games seien reine Handarbeit. Offenbar bündelt das Management nun die Ressourcen und verlagert den Fokus zurück auf traditionelle Entwicklungsmethoden.
Analysten bleiben optimistisch
An der Börse stand das Papier im bisherigen Jahresverlauf 2026 unter Druck. Die Wall Street lässt sich von den internen Umstrukturierungen allerdings nicht beirren. Analysten raten mehrheitlich zum Kauf und sehen das mittlere Kursziel bei 280 US-Dollar. Sie stützen sich auf die robusten Aussichten für das Geschäftsjahr 2027. Neben dem anstehenden Verkaufsstart von GTA VI sorgen vor allem die wiederkehrenden Einnahmen aus etablierten Marken wie NBA 2K und Grand Theft Auto Online für eine planbare finanzielle Basis.
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