Take-Two: Earnings-Report am 14. Mai

Take-Two erwartet sinkende Gewinne, setzt aber auf den GTA-6-Release im November 2026. Analysten bleiben optimistisch, während Insider Aktien verkaufen.

Take-Two Aktie
Kurz & knapp:
  • Gewinnrückgang um fast die Hälfte erwartet
  • GTA 6-Start auf November 2026 verschoben
  • 26 von 28 Analysten raten zum Kauf
  • Insider verkauften Aktien im Wert von 13,5 Mio. Dollar

Hohe Bewertungen, gewaltige Erwartungen und parallel dazu fallende Kurzfrist-Gewinne. Bei Take-Two Interactive klaffen die langfristige Fantasie und die aktuelle operative Realität spürbar auseinander. Das Entwicklerstudio lebt an der Börse derzeit fast ausschließlich vom Versprechen eines einzigen Blockbusters.

Kurzfristiger Druck vor den Zahlen

Am 14. Mai 2026 öffnet der Konzern die Bücher für das vierte Geschäftsquartal. Analysten rechnen mit einem harten Einschnitt beim Gewinn. Der Ertrag je Aktie soll auf 0,58 US-Dollar einbrechen — ein Rückgang von fast der Hälfte gegenüber dem Vorjahr. Parallel dazu kalkuliert der Markt mit einem leicht sinkenden Umsatz von rund 1,5 Milliarden US-Dollar.

Dass die Aktie dennoch sportlich bewertet ist, liegt an der Zukunft. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei über 26 und übertrifft den Branchenschnitt deutlich. Marktbeobachter führen diesen Aufschlag fast vollständig auf „Grand Theft Auto VI“ zurück. Das Management verschob den Release des Titels kürzlich um sechs Monate auf November 2026.

Begleitet wird der Start von einer neuen Version von „GTA Online“. Die Plattform soll mit In-Game-Käufen wieder für hochmargige, wiederkehrende Einnahmen sorgen. Bis dahin zehrt das Unternehmen von einem starken Vorquartal. Damals übertraf der Umsatz mit 1,76 Milliarden US-Dollar die Erwartungen klar, woraufhin der Vorstand die Jahresziele anhob.

Analysten raten zum Kauf, Insider verkaufen

Die Wall Street ignoriert die kurzfristige Gewinndelle mehrheitlich. Von 28 Analysten empfehlen 26 die Aktie zum Kauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei knapp 277 US-Dollar.

Auffällig ist indes das Verhalten der eigenen Führungsetage. In den vergangenen 90 Tagen trennten sich Insider von Aktien im Wert von über 13,5 Millionen US-Dollar. Käufe wurden in diesem Zeitraum nicht gemeldet. Zuletzt verkaufte Aufsichtsrätin Ellen F. Siminoff im April ein Aktienpaket über einen vorab festgelegten Handelsplan.

An der Börse spiegelt sich diese gemischte Ausgangslage wider. Aktuell notiert das Papier bei 184,70 Euro. Auf Sicht der letzten 30 Tage steht zwar ein Plus von knapp sieben Prozent auf der Anzeigetafel. Seit Jahresbeginn summiert sich der Verlust allerdings auf rund 14 Prozent, womit der Kurs deutlich unter seinem 52-Wochen-Hoch bleibt.

Der anstehende Quartalsbericht Mitte Mai liefert den nächsten harten Prüfstein. Das Management muss dann belegen, ob das starke Vorquartal ein Ausreißer war oder ob das Basisgeschäft robust genug ist, um die lange Wartezeit bis zum GTA-Release im November 2026 finanziell abzufedern.

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