Hohe Entwicklungskosten belasten die Margen, das Management stößt Aktien ab. Bei Take-Two Interactive klaffen die aktuelle fundamentale Lage und die Erwartungen der Analysten weit auseinander. Anleger positionieren sich nun für die anstehenden Jahreszahlen.
Am 21. Mai öffnet der Videospiel-Publisher seine Bücher für das abgelaufene vierte Geschäftsquartal. Experten gehen von einem deutlichen Gewinnrückgang aus. Der Gewinn je Aktie soll auf 0,20 US-Dollar einbrechen, nach 0,73 US-Dollar im Vorjahreszeitraum.
An der Börse zeigt sich im Vorfeld ein gemischtes Bild. Auf Monatssicht legte das Papier um knapp zehn Prozent zu und notiert aktuell bei 184,70 Euro. Seit Jahresbeginn steht allerdings noch ein Minus von rund 14 Prozent auf der Anzeigetafel.
Teures Warten auf den Blockbuster
Die operative Marge des Unternehmens ist derzeit negativ. Das liegt primär an hohen Abschreibungen aus der Zynga-Übernahme und massiven Entwicklungskosten. Allein das Budget für den kommenden Blockbuster „Grand Theft Auto VI“ beläuft sich auf geschätzte zwei Milliarden US-Dollar.
Entsprechend ambitioniert ist die Bewertung. Take-Two wird mit dem knapp Sechsfachen des Umsatzes gehandelt. Der Branchendurchschnitt liegt bei einem Faktor von lediglich 1,44.
Insider machen Kasse
Auffällig agiert das Management. CEO Strauss Zelnick veräußerte Anfang März ein Aktienpaket im Wert von knapp 13 Millionen US-Dollar. In den vergangenen sechs Monaten registrierte der Markt 22 Insider-Verkäufe. Käufe aus der Führungsetage blieben komplett aus.
Parallel dazu reduzierten große institutionelle Adressen ihre Bestände. Allspring Global Investments und Massachusetts Financial Services trennten sich im vierten Quartal von Teilen ihrer Positionen. Die institutionelle Eigentümerquote bleibt mit über 95 Prozent dennoch extrem hoch.
Trotz der kurzfristigen Gewinndelle halten Analysten an ihren optimistischen Prognosen fest. Die Investmentbank Benchmark bestätigte kürzlich ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 300 US-Dollar. Der Konsens von 15 Experten rät mehrheitlich zum Einstieg.
Charttechnisch muss die Aktie nun Widerstände überwinden. Der Kurs liegt aktuell rund sieben Prozent unter dem langfristig wichtigen 200-Tage-Durchschnitt. Der Quartalsbericht am 21. Mai liefert den nächsten konkreten Impuls für einen möglichen Ausbruch über diese Marke.
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