Die Aktie des Online-Therapieanbieters Talkspace zeigt seit Wochen deutliche Stärke – und die gestern vorgelegten Quartalszahlen haben dem Titel weiteren Auftrieb verliehen. Mit 4,92 Dollar notiert die Aktie mittlerweile 52,9 Prozent über dem Stand von vor sechs Monaten und hat damit das bisherige 52-Wochen-Hoch von 4,24 Dollar klar hinter sich gelassen.
Die Zahlen zum vierten Quartal 2025 fielen dabei durchweg besser aus als erwartet. Der Umsatz kletterte um 29 Prozent auf 63 Millionen Dollar und übertraf damit die Analystenschätzung von 61,92 Millionen Dollar. Beim Gewinn je Aktie meldete das Unternehmen 0,03 Dollar – ein Cent mehr als von Experten prognostiziert. Besonders beeindruckend: Das bereinigte EBITDA legte um 127 Prozent auf 15,8 Millionen Dollar zu.
Wachstumstreiber auf mehreren Ebenen
Verantwortlich für die positive Entwicklung ist vor allem das Payor-Segment, also das Geschäft mit Krankenversicherungen und Gesundheitsdienstleistern. Hier sprang der Umsatz um 41 Prozent nach oben. Die Zahl der abgeschlossenen Therapiesitzungen über Versicherungspartner stieg um 36 Prozent auf 449.700. Gleichzeitig wuchs die Zahl der aktiven Mitglieder in diesem Bereich um 30 Prozent auf 124.100.
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Das Direkt-Geschäft mit Unternehmen legte ebenfalls zu – um solide 21,8 Prozent. Einziger Wermutstropfen: Das Consumer-Segment, in dem Endkunden direkt bezahlen, brach um 30 Prozent ein. Hier setzt CEO Jon Cohen auf die für den Sommer geplante KI-basierte Lösung „TalkAI“, um die Talfahrt zu stoppen.
Needham hebt Kursziel deutlich an
Die Investmentbank Needham reagierte prompt auf die starken Zahlen und erhöhte ihr Kursziel von 5 auf 6 Dollar – bei unverändertem „Buy“-Rating. Die Analysten sehen gleich mehrere Katalysatoren für weiteres Wachstum: Verbesserte Integrationen mit Versicherungspartnern und neue Funktionen für Care Coordinators könnten bereits in der ersten Jahreshälfte 2026 zusätzliche Impulse liefern.
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Zudem heben die Analysten die Pipeline im Teenagerbereich hervor, die kurzfristig für Überraschungen sorgen könnte. Needham vermutet, dass die vom Management ausgegebene Prognose für 2026 konservativ ausfallen könnte. Diese sieht Erlöse zwischen 275 und 290 Millionen Dollar sowie ein bereinigtes EBITDA von 30 bis 35 Millionen Dollar vor.
Mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von etwa 2,5 für das laufende Jahr erscheint die Bewertung moderat – zumal das Unternehmen mit einer „Rule of 40“-Kennzahl von über 30 Prozent aufwartet. Diese Kennziffer addiert Umsatzwachstum und operative Marge und gilt in der Software- und Tech-Branche als Qualitätsindikator. Das Unternehmen verfügt zudem über eine solide Liquiditätsausstattung von 92,6 Millionen Dollar in bar und kurzfristigen Wertpapieren.
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