TeamViewer Aktie: Berenberg senkt Ziel auf 6,70 Euro

Berenberg kappt das Kursziel für TeamViewer drastisch. Analysten sehen Risiken für das Umsatzwachstum des Softwarekonzerns.

TeamViewer Aktie
Kurz & knapp:
  • Kursziel von Berenberg fast halbiert
  • Umsatzwachstum schwächer als erwartet
  • Hohe EBITDA-Marge von 45 Prozent
  • Aktienrückkauf-Programm im Juni geplant

TeamViewer gerät nach einer scharfen Kurszielsenkung von Berenberg erneut unter Druck. Die Aktie fiel am Dienstag zeitweise deutlich und schloss zuletzt bei 5,35 Euro. Belastend wirkt vor allem die Sorge, dass der Softwareanbieter beim Umsatz schwächer wächst als bisher erhofft.

Berenberg senkt die Messlatte

Die Privatbank Berenberg kappte ihr Kursziel für TeamViewer von 11,00 auf 6,70 Euro. Die Einstufung blieb bei „Hold“. Für den Markt ist vor allem der Umfang des Schnitts relevant, nicht das Rating.

Analyst Gustav Froberg reagierte damit auf die jüngsten Quartalszahlen. TeamViewer überzeugte zwar bei der Profitabilität, der Umsatz ging aber leicht zurück. Genau dieser Punkt nährt Zweifel, ob der Konzern seine Jahresziele im oberen Bereich erreichen kann.

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Berenberg erwartet nun eher das untere Ende der Prognosespanne. Außerdem senkte die Bank ihre Erlösprognosen für 2026 und 2027 um fünf bis sechs Prozent. Das ist kein großer operativer Einschnitt, aber ein klares Signal für vorsichtigere Erwartungen.

Schwaches Wachstum, starke Marge

Operativ bleibt das Bild gemischt. Die bereinigte EBITDA-Marge lag zuletzt bei rund 45 Prozent. Das zeigt, dass TeamViewer seine Kosten gut im Griff hat.

Beim wiederkehrenden Geschäft stockt es aber. Vor allem im KMU-Segment blieb die Abwanderung ein Belastungsfaktor, während das Enterprise-Geschäft stabiler lief. Genau diese Verschiebung erklärt, warum Anleger auf die Wachstumsseite derzeit sensibler reagieren als auf die hohe Marge.

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Auch der Kursverlauf spiegelt das wider. In den vergangenen 30 Tagen legte die Aktie zwar um 25,00 Prozent zu, auf Jahressicht steht aber ein Minus von 10,61 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei 11,20 Euro ist der Titel weit entfernt.

Blick auf den Rückkauf

Im Juni soll die Hauptversammlung über eine neue Ermächtigung für einen Aktienrückkauf entscheiden. Vorgesehen ist ein Rahmen für den Erwerb von bis zu zehn Prozent des Grundkapitals. Solche Pläne stützen oft die Wahrnehmung, dass ein Unternehmen den eigenen Kurs für zu niedrig hält.

Kurzfristig bleibt der Fokus aber auf dem operativen Trend. Der RSI liegt mit 76,4 im überhitzten Bereich, die 30-Tage-Volatilität beträgt 43,64 Prozent. Bis die nächsten Quartale zeigen, ob TeamViewer beim Umsatz wieder Tritt fasst, dürfte die Aktie anfällig für weitere Ausschläge bleiben.

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