Starke Kurserholung, massives Misstrauen — bei TeamViewer klaffen Realität und Marktstimmung derzeit weit auseinander. Nach einem Absturz auf 4,09 Euro Mitte April legte der Softwaretitel innerhalb weniger Tage um rund 20 Prozent zu. Hedgefonds werten diesen Anstieg offenbar als ideale Einstiegsgelegenheit für Leerverkäufe.
Spekulanten bauen Positionen aus
AQR Capital Management und andere spekulative Akteure haben ihre Netto-Leerverkaufspositionen auf über vier Prozent der ausstehenden Aktien ausgebaut. Sie setzen gezielt auf fallende Kurse. Der Abstieg in den SDAX Ende März verschärfte den ohnehin bestehenden Abgabedruck. Indexfonds mussten ihre Bestände liquidieren. Das reduzierte die Liquidität der Aktie und machte das Papier anfällig für extreme Schwankungen.
Ein wesentlicher Grund für die Skepsis der Leerverkäufer liegt in Nordamerika. Die Integration des übernommenen IT-Spezialisten 1E verläuft zäher als geplant. Besonders im lukrativen Regierungsgeschäft hakt es gewaltig. Unter dem Dach der neuen „DOGE-Initiative“ verschiebt das US-Kriegsveteranenministerium geplante Projekte und fordert drastische Preisnachlässe.
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Parallel dazu bröckelt die Basis. Im Kerngeschäft mit kleinen und mittleren Unternehmen kletterte die Abwanderungsrate zuletzt auf über 16 Prozent.
Defensiver Ausblick
Der Vorstand reagierte auf die operativen Hürden bereits mit einer defensiven Prognose. Für das laufende Jahr rechnet das Management lediglich mit einem Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Die bereinigte EBITDA-Marge soll sich bei etwa 43 Prozent einpendeln.
Am 6. Mai präsentiert TeamViewer die Quartalszahlen. Dieser Bericht muss belegen, ob personelle Wechsel im US-Management wirken und Investitionen in KI-Lösungen den Kundenschwund stoppen. Scheitert dieser operative Nachweis, dürfte der technische Widerstand bei 5,20 Euro unüberwindbar bleiben und ein erneuter Test des jüngsten Tiefs drohen.
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