Die DZ Bank sieht bei TeamViewer weiteres Potenzial und hat ihre Einschätzung für das Softwareunternehmen nach oben angepasst. Analyst Armin Kremser hob gestern den fairen Wert für die Aktie von 9 auf 10 Euro an und bestätigte die Empfehlung „Kaufen“. Am Markt schloss das Papier am Freitag bei 6,38 Euro, womit es am letzten Handelstag der Woche um 1,9 Prozent zulegte.
Konvergenz von IT und operativer Technik als Treiber
Analyst Armin Kremser begründete das erhöhte Kursziel mit der strategischen Aufstellung des Konzerns. TeamViewer sei gut positioniert, um von der zunehmenden Konvergenz zwischen klassischer Informationstechnik und operativer Technik zu profitieren. Zudem spiele das autonome Endgerätemanagement eine zentrale Rolle für die künftige Entwicklung.
Das Unternehmen arbeitet fortlaufend am Ausbau seiner Plattformen. Am Dienstag hatte TeamViewer funktionale Neuerungen für TeamViewer ONE vorgestellt. Die Lösung wurde um Automatisierungen für wiederkehrende Endgeräteprobleme sowie ein erweitertes Resolution Center ergänzt, das Gerätekontext, Skripte und durchgeführte Maßnahmen zusammenführt.
Parallel dazu erschien die Client-Version 15.82.6 für Windows, die unter anderem MSI-Pakete für ARM-basierte Geräte bereitstellt und verwaltete Gerätegruppen bei den Lizenzen Tensor und TeamViewer ONE standardmäßig aktiviert.
Positionierungen am Markt und Quartalsausblick
Neben der positiven Einschätzung des Analysehauses verzeichnete das Unternehmen gestern auch Aktivitäten auf Investorenseite. Marble Bar Asset Management meldete am Freitag eine Netto-Leerverkaufsposition in Höhe von 0,87 Prozent an TeamViewer.
Die jüngsten Anpassungen im Portfolio fallen in eine Phase, in der das Unternehmen auch administrative und technische Vorkehrungen traf. Ebenfalls am Dienstag veröffentlichte TeamViewer Sicherheitsupdates zur Behebung von fünf Schwachstellen in seinen Clients und Diensten, darunter TeamViewer Remote, Tensor und ONE, deren Schweregrad bis CVSS 8,8 reichte.
Für Anleger richtet sich der Blick nun auf den kommenden Monat. Am 3. November wird TeamViewer die Finanzergebnisse für das dritte Quartal 2026 im Rahmen eines Analystencalls vorlegen. Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie ein Plus von 5,7 Prozent, womit die anstehenden Geschäftszahlen die Basis für die weitere fundamentale Bewertung bilden dürften.
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