Auf der Hannover Messe will TeamViewer als Industrieplattform überzeugen — mit AR-gestützter Qualitätskontrolle, Microsoft-Integrationen und einem CEO-Auftritt auf der Center Stage. Das klingt nach Aufbruch. Die Aktie, die rund 67 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch notiert und seit Jahresbeginn mehr als ein Viertel ihres Werts verloren hat, erzählt eine andere Geschichte.
Wachstum mit Rissen
Das Göppinger Unternehmen wächst — aber ungleichmäßig. Im Geschäftsjahr 2025 stieg der Umsatz um fünf Prozent auf 767 Millionen Euro, das bereinigte EBITDA kletterte um acht Prozent auf 340 Millionen Euro. Das Enterprise-Segment legte dabei um 19 Prozent zu.
Das Massenmarktgeschäft mit kleinen und mittleren Unternehmen läuft hingegen rückwärts. Die Abwanderungsrate stieg im vierten Quartal auf 16,4 Prozent, das wiederkehrende Umsatzwachstum im KMU-Segment rutschte ins Minus. Das Management rechnet damit, dass diese Schwäche aufgrund einer überarbeiteten Preisstruktur noch bis mindestens Mitte 2026 anhält.
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Zusätzlich belastet die 1E-Akquisition das Amerika-Geschäft. Der ursprünglich geplante Großauftrag mit dem US-Kriegsveteranenministerium — dem wichtigsten 1E-Kunden — musste nach dem DOGE-Eingriff deutlich nachverhandelt werden. Seit Ende Februar führt Tim Koubek als neuer President of TeamViewer Americas das Nordamerika-Geschäft. Seine Aufgabe ist klar umrissen: die Folgeschäden der Übernahme begrenzen.
Morningstar, SDAX-Abstieg und der Mai-Test
Morningstar senkte seine Fair-Value-Schätzung von 9,90 auf 6,90 Euro und stufte die Aktie damit als leicht unterbewertet ein — mit dem Hinweis, dass der aktuelle Marktpreis noch größeren Pessimismus der Anleger widerspiegele.
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Seit dem 23. März ist TeamViewer offiziell im SDAX — ein Abstieg aus dem MDAX, der strukturelle Konsequenzen hat: geringeres Handelsvolumen, dünnere Liquidität, stärkere Kursschwankungen.
Für 2026 stellt das Unternehmen nur null bis drei Prozent währungsbereinigtes Umsatzwachstum in Aussicht, nach fünf Prozent im Vorjahr. Der US-Dollar als größte Einzelwährungsexposure drückt das Jahreswachstum um geschätzte 2,8 Prozentpunkte. Am 6. Mai 2026 legt TeamViewer die Q1-Zahlen vor — der erste konkrete Test, ob das Enterprise-Wachstum die KMU-Schwäche ausgleichen kann und ob der neue Amerikachef bereits messbare Wirkung zeigt.
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