Kepler Cheuvreux hat TeamViewer gestern Medienberichten zufolge von „Buy“ auf „Hold“ herabgestuft und das Kursziel von 10 auf 6 Euro gesenkt. Die Neubewertung folgt auf die gekappte Umsatzprognose des Unternehmens vom Dienstag. Die Aktie verlor gestern 4,8%.

Weniger Umsatz, stabile Margenprognose

TeamViewer erwartet für 2026 einen währungsbereinigten Umsatzrückgang von 1 bis 2 Prozent. Zuvor hatte das Unternehmen mindestens einen Umsatz auf Vorjahresniveau bis hin zu einem Wachstum von 3 Prozent in Aussicht gestellt.

Als Gründe für die Korrektur nannte TeamViewer verzögerte Abschlüsse großer Unternehmenskunden und erneute wirtschaftliche Unsicherheit in Europa. Die Prognosesenkung war der berichtete Auslöser des Kurseinbruchs nach der Veröffentlichung am Dienstag.

Der Quartalsumsatz belief sich auf 184,5 Millionen Euro. Währungsbereinigt lag er damit 2,2 Prozent unter dem Vorjahreswert. In den ersten neun Monaten erzielte TeamViewer einen Umsatz von 550,4 Millionen Euro.

Bei der Profitabilität hielt das Unternehmen dagegen an seiner Jahresprognose fest: Die bereinigte EBITDA-Marge soll rund 43 Prozent erreichen. Im Berichtsquartal betrug sie 42,8 Prozent.

Analysten senken ihre Bewertungsmaßstäbe

Deutsche Bank Research senkte am Mittwoch das Kursziel von 7,50 auf 6,50 Euro und beließ die Einstufung bei „Hold“. Analyst Nicolas Herms schrieb, TeamViewer habe selbst niedrige Erwartungen verfehlt.

Operativ meldete TeamViewer zugleich unterschiedliche Entwicklungen: Der jährlich wiederkehrende Umsatz lag bei 736,9 Millionen Euro und sank währungsbereinigt um 0,6 Prozent. Bei den größten Unternehmenskunden stieg diese Kennzahl hingegen währungsbereinigt um 13 Prozent.