Ein Softwareunternehmen mit 43 Prozent EBITDA-Marge, einer Million abgeschlossener KI-Sessions und einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 4,2 — und trotzdem flieht der Markt. Die TeamViewer-Aktie notiert nahe ihrem Allzeittief, obwohl die Bewertung auf dem Papier kaum günstiger sein könnte.
Operative Fortschritte, die niemanden überzeugen
Ende März meldete das Unternehmen einen Meilenstein: Über eine Million KI-Support-Sessions wurden abgeschlossen, allein im März rund 300.000. Das Management wertet dies als Zeichen beschleunigter Akzeptanz innerhalb der Bestandskunden. Die Wachstumsprognose für 2026 erzählt eine andere Geschichte — währungsbereinigt erwartet die Konzernführung lediglich null bis drei Prozent Umsatzwachstum.
Das schwächelnde Geschäft mit kleinen und mittelständischen Unternehmen neutralisiert weiterhin die Zuwächse im Enterprise-Segment. Zudem belastet die Integration des Zukaufs 1E den freien Cashflow, der 2025 auf 208,3 Millionen Euro sank. Der MDAX-Abstieg in den SDAX am 23. März hat die Liquidität im Papier zusätzlich verringert und die Volatilität erhöht.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei TeamViewer?
Analysten sehen Potenzial — der Markt zweifelt
Die Einschätzungen der Analysten klaffen weit auseinander: Die DZ Bank sieht den fairen Wert bei 6,50 Euro und empfiehlt den Kauf, Barclays bleibt mit einem Kursziel von 5,00 Euro und „Equal Weight“ deutlich zurückhaltender. Der Marktkonsens liegt bei 8,52 Euro — theoretisch mehr als 90 Prozent über dem aktuellen Kurs. Leerverkäufer haben ihre Positionen zuletzt nicht signifikant reduziert, was den Druck auf den Kurs aufrechterhält.
Zwei Termine werden zeigen, ob die operative Wende glaubwürdig kommuniziert werden kann. Auf der Hannover Messe (20. bis 24. April) präsentiert das Unternehmen neue Augmented-Reality-Lösungen für die industrielle Qualitätskontrolle. Am 6. Mai folgen die Quartalszahlen — mit besonderem Fokus auf das Enterprise-Wachstum in Nordamerika, wo seit Februar mit Tim Koubek ein neuer President of the Americas die Vertriebsstrategie verantwortet. Gelingt dort kein überzeugender Aufschlag, dürfte das KGV von 4 weniger wie eine Chance wirken — und mehr wie ein Warnsignal.
TeamViewer-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue TeamViewer-Analyse vom 1. April liefert die Antwort:
Die neusten TeamViewer-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für TeamViewer-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 1. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
TeamViewer: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

