TeamViewer kämpft gegen sein Image als Verlierer des KI-Booms. In den letzten 30 Tagen legte der Kurs um mehr als 22 Prozent zu. Marktteilnehmer setzen zunehmend auf eine fundamentale Neubewertung des Softwareherstellers.
Rennsport als Referenzmodell
Das Mercedes-AMG PETRONAS F1 Team dient dabei als wichtiges Schaufenster. Der Rennstall hat seine Infrastruktur modernisiert. Er wechselte von der bisherigen Lösung Tensor auf die neue Plattform TeamViewer ONE.
Die Software nutzt künstliche Intelligenz, um Systemprobleme in Echtzeit zu erkennen. Ein technologischer Vorteil ist die lokale Ausführbarkeit auf den Endgeräten. Der IT-Betrieb bleibt dadurch selbst bei einem Netzwerkausfall an der Rennstrecke gesichert.
Parallel dazu treibt das Unternehmen den intelligenten Agenten „Tia“ voran. Diese Software lernt aus historischen Daten zur Fehlerbehebung. Sie übersetzt gelöste Probleme mittels KI-Scripting in automatisierte Abläufe.
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Schwaches Wachstum bremst
Trotz der technologischen Dynamik bleibt die fundamentale Lage schwierig. Das Management rechnet für das laufende Jahr nur mit einem Umsatzplus von null bis drei Prozent. Die EBITDA-Marge soll im gleichen Schritt leicht sinken.
Besonders das Geschäft in Nordamerika belastet die operative Entwicklung. Der Kurs steht aktuell bei 5,78 Euro. Das entspricht einem Plus von 2,30 Prozent am heutigen Handelstag.
Vom 52-Wochen-Hoch bei 10,69 Euro bleibt das Papier jedoch weit entfernt. Der Abstieg in den SDAX hat das Handelsvolumen spürbar verringert. TeamViewer muss nun beweisen, dass die KI-Strategie zeitnah zu höherem Wachstum führt.
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