TeamViewer hat am Dienstag die Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2026 auf einen währungsbereinigten Rückgang von 1 bis 2 Prozent gesenkt. Als Gründe nannte das Unternehmen verzögerte Abschlüsse großer Enterprise-Verträge und erneute wirtschaftliche Unsicherheiten in Europa. Die Prognose für die bereinigte EBITDA-Marge bestätigte TeamViewer dagegen.
Zuvor hatte das Unternehmen ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum zwischen 0 und 3 Prozent erwartet. Das unveränderte Margenziel für das Gesamtjahr liegt bei rund 43 Prozent.
Quartalsumsatz und wiederkehrende Erlöse sinken
Für das dritte Quartal 2026 meldete TeamViewer einen Umsatz von 184,5 Mio. EUR. Währungsbereinigt entsprach dies einem Rückgang von 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Die bereinigte EBITDA-Marge erreichte im Berichtsquartal 42,8 Prozent. Der jährlich wiederkehrende Umsatz, kurz ARR, belief sich auf 736,9 Mio. EUR und sank währungsbereinigt um 0,6 Prozent.
Die Nachrichtenagentur dpa-AFX berichtete am Dienstag über einen starken Kursrückgang und führte ihn auf die gekappte Umsatzprognose zurück. Am Freitag verlor die Aktie weitere 1,6% und schloss bei 5,07 €.
Analysten reagieren unterschiedlich auf die Warnung
MWB Research stufte TeamViewer am Dienstag von „Buy“ auf „Hold“ herab, wie dpa-AFX berichtete. Zugleich senkte das Analysehaus sein Kursziel von 8,90 EUR auf 7,00 EUR. Damit änderte MWB Research sowohl die Empfehlung als auch den erwarteten Kurswert.
Die DZ Bank bestätigte am Dienstag dagegen ihre Kaufempfehlung für TeamViewer, reduzierte Medienberichten zufolge aber ebenfalls das Kursziel. Der Analyst begründete die vorsichtigere Einschätzung unter anderem mit der verzögerten Gewinnung von Enterprise-Kunden und mit Kundenabwanderung.
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