Obwohl Analysten eine historische Unterbewertung feststellen und Kaufempfehlungen aussprechen, lässt das die Anleger kalt. Bei dem Softwareanbieter klafft eine deutliche Lücke zwischen der operativen Cashflow-Stärke und der anhaltenden Schwäche an der Börse. Ein tieferer Blick in die Segmententwicklung offenbart den Grund für die Zurückhaltung des Marktes.
DZ Bank sieht Kaufchance
Mit einem geschätzten Kurs-Gewinn-Verhältnis von knapp über 4 für das Jahr 2026 gilt der Titel als der am niedrigsten bewertete Wert im TecDAX. Diese fundamentale Ausgangslage veranlasste die DZ Bank nun zu einer Hochstufung von „Halten“ auf „Kaufen“. Analyst Armin Kremser begründet diesen Schritt vor allem mit dem robusten operativen Cashflow von jährlich über 200 Millionen Euro. Dieser stabilisiere das Unternehmen auch in schwächeren Wachstumsphasen. Den fairen Wert sieht die Bank unverändert bei 6,50 Euro. Parallel dazu meldete der US-Vermögensverwalter BlackRock kürzlich den Aufbau einer Beteiligung von 4,83 Prozent der Stimmrechte.
Gespaltenes Geschäftsmodell
An der Börse verfehlen diese positiven Signale bisher ihre Wirkung. Der Kurs gab zuletzt weiter nach und notiert mit 4,47 Euro nur hauchdünn über dem erst in dieser Woche markierten 52-Wochen-Tief. Seit Jahresbeginn summiert sich der Verlust damit auf über 25 Prozent.
Verantwortlich für diese Skepsis ist eine fundamentale Zweiteilung im operativen Geschäft. Während das Segment für Großkunden (Enterprise) zuletzt ein starkes Wachstum von 19 Prozent verzeichnete, bröckelt das Massenmarktgeschäft mit kleinen und mittleren Unternehmen. Hier stieg die Abwanderungsrate im vierten Quartal auf 16,4 Prozent. Diese Schwäche im Kerngeschäft dämpft die mittelfristigen Wachstumserwartungen für den Gesamtumsatz erheblich.
Der kürzliche Wechsel in den SDAX dürfte in den kommenden Wochen für zusätzliche Volatilität sorgen, da das geringere Handelsvolumen Kursausschläge in beide Richtungen begünstigt. Die nächste konkrete Richtungsentscheidung steht am 6. Mai 2026 an. An diesem Tag präsentiert das Management die Zahlen für das erste Quartal. Zeigt sich hier eine Stabilisierung der Kundenverluste im Massenmarkt bei gleichzeitig anhaltendem Enterprise-Wachstum, liefert das aktuelle Bewertungsniveau deutlichen Spielraum für eine Gegenbewegung.
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