Tesla treibt zwei Hebel gleichzeitig nach vorn: mehr Modellvarianten für neue Märkte und schnellerer Fortschritt bei der Software. Besonders im Fokus steht dabei eine sechssitzige Model-Y-Version, die aus China herauswächst. Doch wie viel Rückenwind entsteht daraus kurzfristig – und wo bleibt der Druck hoch?
Model Y L bekommt grünes Licht
Der lange Radstand des Model Y L ist nicht mehr nur für den chinesischen Markt gedacht. Im Februar 2026 erhielt das Fahrzeug die europäische Typgenehmigung – ein wichtiger formaler Schritt, der eine Einführung in der Region vorbereitet. Für Europa nennt Tesla eine 88,2-kWh-Batterie und bis zu 681 Kilometer Reichweite nach WLTP.
Parallel kam die volle Zulassung für Australien. Dort zeigen Unterlagen eine lokal angepasste Variante mit 84 kWh Bruttokapazität und 378 kW Systemleistung. Weil eine zusätzliche Sitzreihe Platz braucht, wurden die Proportionen geändert: 150 mm längerer Radstand, insgesamt 4.969 mm Länge und 44 mm mehr Höhe als beim Standardmodell. Ergebnis ist eine echte 2-2-2-Bestuhlung; zudem steigt die maximale Ladekapazität laut Angaben auf 2.539 Liter.
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FSD-Daten: Meilenstein für das Training
Am Wochenende meldete Tesla zudem einen operativen Meilenstein bei „Full Self-Driving (Supervised)“: Das System hat kumuliert mehr als 8,4 Milliarden Meilen im Realbetrieb erreicht. Diese Datenmenge ist zentral für das Training der neuronalen Netze – vor allem, um seltene Verkehrssituationen („Edge Cases“) besser zu lernen.
Auffällig ist die Geschwindigkeit, mit der die Nutzung zunimmt. Die jährlich gefahrenen überwachten Meilen stiegen laut Tesla von rund 6 Millionen (2021) auf 670 Millionen (2023) und erreichten 2025 bereits 4,25 Milliarden. 2026 ging es weiter steil: In den ersten 50 Tagen kamen zusätzlich eine Milliarde Meilen dazu. Damit rückt Teslas intern kommunizierte Marke von 10 Milliarden Trainingsmeilen näher, die das Management als wichtigen Schritt für Skalierung im autonomen Fahren beschrieben hat.
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China: Anreize gegen den Konkurrenzdruck
Während Tesla das Model Y L für neue Regionen vorbereitet, steuert das Unternehmen in China die Nachfrage über Finanzierung. Die geschätzten Lieferzeiten für Model 3 und Model Y liegen dort nur noch bei ein bis drei Wochen – ein Hinweis darauf, dass Giga Shanghai den Auftragsstau abgebaut hat. Das folgt auf einen unruhigen Übergang: Im Dezember 2025 wurden in China noch Rekord-Auslieferungen von 93.843 Fahrzeugen gemeldet, bevor das Volumen zu Jahresbeginn nachließ.
Um Käufer zu aktivieren, verlängert Tesla in China seine aggressiven Finanzierungsaktionen bis zum 31. März 2026: fünf Jahre Nullzins sowie sieben Jahre zu niedrigeren Zinsen. Brisant: Wettbewerber reagierten laut Text Ende Februar mit ähnlichen mehrjährigen Niedrigzins-Programmen – der Preisdruck bleibt also ein Thema.
Zum Marktbild passt, dass die Aktie am Freitag um 1,60% nachgab (Schlusskurs: 340,65 €). Der Kurs liegt zudem spürbar unter dem 50-Tage-Durchschnitt – ein Zeichen dafür, dass positive Produkt- und Softwaremeldungen aktuell auf ein anspruchsvolles Nachfrage- und Wettbewerbsumfeld treffen.
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